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Schmelz, der himmlische


Ein Anteil gerösteter und gemahlener Haselnüsse, ein bisschen Schokolade und ein wenig Zucker, alles miteinander gut verrührt – und schon kann die Welt durch Nougat gerettet werden …  


Text von Florian Holzer · Fotos von Andrew Rinkhy


Nougat ist immer der Glücksfall, die Belohnung. Bei einer Bonbonniere die Praline mit Nougatfüllung zu erwischen, stellte und stellt den Hauptgewinn dar, ebenso wie das Schokoladestückchen mit Fruchtgelee gewählt zu haben, leider die Sache der Verlierer war und ist. Denn eines ist klar: Es gibt nichts Besseres als Nougat. Irgendwie schafft dieses braune Konglomerat aus Haselnüssen, Schokolade und Zucker es nämlich, Rezeptoren im menschlichen Hirn anzusteuern, die dann Dopamine, Serotonine und Oxytocine in Mengen ausschütten, gegen die auch hochdosierte Schokolade zum endorphinen Neutrum gerät. Bislang ging die Wissenschaft davon aus, dass die Wirkung der in Schokolade enthaltene Aminosäure Tryptophan auf das menschliche Hormonsystem einigermaßen bekannt ist, nicht zuletzt durch Selbstversuche kann man schließlich feststellen, dass Nougat glücksmäßig da in völlig andere Dimensionen vordringt – nichts schmilzt so unglaublich sinnlich auf der Zunge wie Nougat, nichts verströmt dabei ein so breites Aromenspek­trum. Nichts bündelt die vom menschlichen Unterbewusstsein als überaus attraktiv erachteten Geschmacksrichtungen „süß“, „fett“ und „geröstet“ auf so geschmeidige Weise in einer einzigen Substanz, sodass der Mandelkernbereich im limbischen System unseres Gehirns laut und deutlich „YES!“ sagt. Man kann einfach nicht anders, als Nougat zu lieben.

Es gibt natürlich Stimmen, die behaupten, dass es sich bei dieser völligen Hingabe einer Substanz gegenüber nicht ausschließlich um ein pathologisch vorgegebenes Schicksal handelt, sondern dass da auch soziale Prägungen mitspielen. Soll heißen, dass mit Nougat gefüllte „Neapolitaner Schnitten“ der Firma Manner immerhin in der Kindheit der allermeisten Öster­reicherinnen und Österreicher zu den Belohnungs-­Instrumenten zählten, ebenso wie die siebenfach ­geschichteten Nougatwürfel namens „Ildefonso“ der Firma Victor Schmidt & Söhne (im Jahr 2000 ­ebenfalls von Manner gekauft) und nicht zuletzt die Nougatcreme „Nutella“ des italienischen Herstellers Ferrero, die ab den 60ern den wohl direktesten Weg zum Nougat-Glück versprach. Wir haben also gewissermaßen doppelt keine Chance, diesem braunen Schmelz zu widerstehen.

Was die Frage aufwirft: Wie ging es den Menschen also vor dem Jahr 1852, das als Jahr 0 in der Nougat-Zeitrechnung gilt, das Jahr von Nougats Geburt? Schwer zu sagen, es gibt keine zeitgenössischen Berichte, was man aber immerhin weiß, ist, wie und wo Nougat erfunden wurde: nämlich, weil wieder einmal ein Mangel herrschte, den es zu substituieren galt. Im Zuge der Napoleonischen Kriege wurde von 1806 bis 1814 eine sogenannte Kontinentalsperre verhängt, das heißt, Waren aus England und den englischen Kolonien wurden mit extrem hohen Zöllen belegt. Wie schon bei der (historisch allerdings kaum zu belegenden) Erfindung des Pestos in Genua Mitte des 15. Jahrhunderts (als die im Handelskrieg siegreichen Venezianer das unterlegene Genua mit einem Pfeffer-Embargo straften) war auch hier wieder kulinarischer Erfindungsreichtum gefragt, weshalb man im damaligen Schokoladeverarbeitungszentrum Turin die noch vorhandene Schokolade vorerst einmal mit – reichlich vorhandenen – Haselnüssen, die geröstet und gemahlen wurden, vermischte. Das war Anfang des 19. Jahrhunderts, die Mischung kam bei den Turinern gut an, nicht zuletzt, weil man ihr den Namen einer äußerst populären Figur aus der Turiner Faschings-Folklore gab, „Gianduja“. Pier Paul Caffarel, der 1826 nach Turin kam und ab 1832 in der Schokoladefabrik Bianchini arbeitete, stellte die Erzeugung dieser köstlichen Mischung auf industrielle Beine, 1852 schließlich entwickelte der Chocolatier Michele Prochet die bis heute gültige und unwiderstehliche Formel. Caffarels „Giandujotti“, kleine schiffchenförmige Nougatpralinen, wurden ab 1865 zur Turiner Pralinen-Ikone, alle anderen Schokoladeerzeuger der Region ließen sich ähnliche Produkte einfallen, zu deren erfolgreichsten sicher die sogenannten „Cremini“ zählen, kleine Würfel aus geschichtetem Nougat unterschiedlicher Farb- und Geschmacksrichtungen. Noch heute ist es in Turin fast unmöglich, einen Espresso zu trinken, ohne so ein cremiges Würferl dazuzubekommen.

Wobei die Definition von Nougat in unterschiedlichen Kulturen ja auch sehr unterschiedlich ausfällt. In unseren Breiten läuft unter dieser Bezeichnung gemeinhin das sogenannte „Dunkle Nougat“, also eine Mischung aus Haselnussmasse, Zucker und Schokolade. Zu dem auch Gianduja gehört, bei der es sich allerdings um eine Mischung mit einem höheren Anteil Fett (Kakaobutter, Obers, Butter) und Schokolade handelt, zu dem allerdings auch „Helles Nougat“ und „Sahne-Nougat“ zählen, bei denen auf Schokolade oft ganz verzichtet wird und mit denen die hellen Schichten im Schichtnougat hergestellt werden. Weiters ist zu bemerken, dass Nougat auch nicht nur aus Haselnüssen, sondern auch aus Mandeln, Pistazien oder anderen sogenannten Ölsamen hergestellt werden kann. Ganz anders ist der Fall wiederum beim sogenannten „weißen Nougat“, das mit dem „dunklen Nougat“ außer der Haselnüsse fast gar nichts gemein hat, darunter versteht man nämlich jene Kategorie von Süßigkeiten, die in Österreich unter „Türkischer Honig“ laufen, also türkischer „Halva“, persischer „Gaz“, piemontesischer „Torrone“, spanischer „Turrón“ (wobei es auch bei diesem Unterarten gibt, die „unserem“ Nougat durchaus ähnlich sind) und französischer „Montélimar-Nougat“. Und dass es auch schwarzen türkischen Honig, also schwarzes weißes Nougat gibt, soll uns hier nicht noch zusätzlich verwirren. Noch dazu, wo es auch beim dunklen ­Nougat, also dem echten, „unserem“ Nougat, der Kreativität des Chocolatiers überlassen ist, nicht nur die Bestandteile zu variieren, sondern etwa auch Nougat mit Schokolade zu mischen und/oder zu kombinieren, um der jeweiligen Vorstellung des idealen Schmelz-Glücks gerecht zu werden …

Bleibt die Frage: Was macht Nougat zu gutem Nougat, wie muss man vorgehen, um Weltklasse-Nougat herzustellen? Erich Dietrich, Leiter der Produktentwicklung beim Lübecker Traditionsunternehmen in Sachen Marzipan, Lubeca, fasst es recht kompakt zusammen: „Man muss einfach vom Anfang bis zum Ende alles richtig machen.“ Andreas Bäder, Geschäftsführer der Bereiche Vertrieb und Marketing, geht weiter ins Detail und beginnt natürlich einmal bei den Nüssen: 13 bis 15 Millimeter müssen sie groß sein, dann hätten sie genau den richtigen frischen Geschmack. Bei der Herkunft der Haselnüsse gehen die Meinungen natürlich auseinander, italienische Hersteller preisen die weltberühmten piemontesischen Haselnüsse mit I.G.P., geschützter Herkunftsbezeichnung, Lubeca habe nach jahrelanger Forschung Nüsse aus der Türkei, dem weltweit größten Anbauland für Haselnüsse, als die besten fürs Nougat erkannt, verrät Andreas Bäder, und zwar jene der Sorte „Levantiner“ aus der Region Ordu bei Trabzon an der türkischen Schwarzmeerküste.

Nächster Punkt: Röstung und Mahlung. Da kämen sehr viele verschiedene Punkte zum Tragen, so Bäder, zuerst einmal natürlich Dauer und Temperatur der Röstung, womit Farbstufe und Röstaromen des späteren Nougats bestimmt würden, außerdem aber auch die Art der Röstung. So habee man bei Lubeca vor einiger Zeit von der klassischen Trommelröstung auf einen hochmodernen Wirbelschichtröster umgestellt, bei dem jede Nuss einzeln, kontinuierlich und ohne Kontakt mit Metall im Luftstrom geröstet werde. Und nicht minder wichtig: der Zeitfaktor. Andreas Bäder erklärt, dass für Topware die gerösteten Nüsse noch am gleichen Tag zu Haselnussmasse vermahlen und weiter zu Nougat verarbeitet werden müssen, nur so lasse sich eine Oxidation der Nüsse vermeiden. Fertige, vorfabrizierte Haselnussmasse sei zwar handelsübliche Ware, nur erreiche man so eben genau nicht diesen frischen Geschmackseindruck, der eine Eigenschaft wirklich erstklassigen Nougats sei. Mit fertiger Haselnussmasse ist die Herstellung von Nougat logischerweise sehr viel einfacher, als sich die Prozedur der Röstung, Mahlung und raschen Weiterverarbeitung anzutun, weshalb es auch sehr viel mehr Nougatproduzenten gebe als etwa Marzipanhersteller, erklärt Bäder, „aber nicht alle von denen machen gutes Nougat“.

Bleibt schließlich noch das Verwalzen der Nougatmasse mit Zucker, Kuvertüre und Kakaobutter und schließlich das sogenannte „Versalben“ der Masse in der Conchiermaschine, wo sie durch kontinuierliches Rühren homogenisiert und in eben diesen sagenhaften Schmelz verwandelt wird. Ein Wunder, das täglich und weltweit tonnenweise passiert – großartig. Und zu Hause schlicht und ergreifend nicht nachzumachen, nein, nicht einmal mit Thermomix und Pacojet.

Was wir uns noch wünschen beziehungsweise vorstellen könnten: eine „Third Wave“ wie beim Kaffee auch beim Nougat, also Nougats aus sortenreinen Plantagen-Haselnüssen, die man dann nebeneinander vergleichsverkosten kann; oder Nougats mit extrahohem Haselnussanteil, so wie die hochprozentigen Schokoladen, die bis zum Erscheinen der ersten Tafeln mit 99 %igem Kakaoanteil ja auch nicht als genießbar beziehungsweise als nicht herstellbar galten. Man wird sich das Paradies ja noch ein bisschen weiterdenken dürfen …

Der Traum des Don Alonso
Die Verkostung war diesmal schwierig. Nicht nur, weil eine Entscheidung getroffen werden musste, welche der vielen Erscheinungsformen von Nougat wir hier verkosten wollen – wir entschieden uns selbstverständlich und ohne Frage für die reine, pure Konditorware, außerdem für hochprozentige Nougatriegel und schließlich für handelsübliches Nougatkonfekt mit hohem Nougatanteil und ohne andere Zusätze als Nüsse, hergestellt hauptsächlich von Traditionsherstellern aus dem Piemont. Nein, wir mussten auch Aufbewahrungsort der Proben sowie Zeit und Ort der Verkostung geheim halten, denn zu viele Menschen ließen im Vorfeld erkennen, dass sie für Nougat bereit sind, ein Verbrechen zu begehen, zumindest Hausfriedensbruch und Mundraub. Abgeschirmt und im Geheimen verkostete die A la Carte-Jury – bestehend diesmal aus Krone-Kulinarikerin Karin Schnegdar, A la Carte-Chefin vom Dienst Nina Kaltenbrunner und Chefredakteur Christian Grünwald sowie Autor Florian Holzer – also im völlig neu gestalteten, prachtvollen Schwarzen Kameel 24 Nougats blind. Die Proben stammten von Herstellern aus Italien, Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark, ein Exemplar musste ausgeschieden werden, da es sich um Torrone/weißen Nougat handelt, vergleichbar mit türkischem Honig und daher in der Verkostung zu fremdartig.





1
Summerbird Organic Nougat    10

Die dänische Edelmanufaktur zählte im Vorfeld der Verkostung durchaus zu den Favoriten, belegte man bei der A la Carte-Marzipanverkostung doch auch schon einen recht überzeugenden zweiten Platz. Dass das Summerbird-Nougat so grandios sein würde, war dann aber doch recht überraschend: 10 Punkte, das gab es bisher bei A la Carte noch nie. Aber was soll man sagen, dieses Nougat ist so unglaublich köstlich, dass man sich besseres Nougat einfach nicht vorstellen kann. Und nicht nur das: Während einem diese perfekte, kokosfettartige ­Masse aus 39 % Biohaselnüssen, Rohrzucker und 70 %iger Schokolade aus Peru sinnlich auf der Zunge schmilzt, kann man sich eigentlich kaum vorstellen, dass es überhaupt irgendetwas Besseres gibt …
„Perfekt. Grandios. Schmelzige, braune Nussbutter, ­beginnt schokoladig, wird dann immer nussiger. Himmel“, „perfekte Konsistenz, elegante Aromen, Schokolade und sehr frisch anmutende Nussaromen“, „fest und dennoch weich, perfekte Balance, dicht, enorm vielschichtig, lang anhaltend“, „der perfekte Nougattraum, fest, schmelzig, elegant, wunderbar“.
200 g, € 9,50
bei Xocolat, Palais Ferstel, Herrengasse 14, 1010 Wien
Tel.: 01/535 43 63
www.xocolat.at

2
Lubeca, Nussnougat dunkel extra    9,2

Ebenfalls im engeren Favoritenkreis, gewann das Traditionsunternehmen aus Lübeck doch schon den vorjährigen Marzipantest und bewies damit, dass man bei Lubeca weiß, wie die Nuss zu mahlen ist. Lubeca-Nougat ist die klassische Konditorware, wird im Block verkauft, braucht aber eigentlich keinerlei Verfeinerung, sehr viel besser als diese cremig-braune Masse kann Nougat nicht sein.
„Dunkel, cremig, süß, etwas sandige Konsistenz, intensive Haselnuss-Aromatik, absolut sinnlich, perfekt“, „sehr ­gutes Produkt, am Ende zart röstige Aromen“, „super Konsistenz, toller Schmelz, prall, weich, lang anhaltend“, „perfekter Schmelz, süß-nussig-bitter-balanciert, köstlich!“.
100 g, € 3,90
bei W. Reimer, Wollzeile 26, 1010 Wien

3
Lubeca Schichtnougat    9

Lubeca bietet ein recht breites Spektrum an ­diversen Nougats an, in Österreichs Fachhandel zu beziehen ist auch die Schichtnougat-Variante, ein Nougat-Block, bei dem sich etwa 1 cm breite Streifen hellen und dunklen Nougats ­abwechseln. Mit 40 % Haselnuss verfügt dieses Produkt über einen noch etwas höheren Nussanteil als das dunkle Nougat von Lubeca (39 %). „Wahnsinn. Röstige Aromen, feine Rum-Noten, breites Band exotischer Aromen, dicht, ­schmelzig, extrem massiv“, „die helle Masse gerät ein wenig üppig“, „tolle Konsistenz, sehr süß, wundervoller Schmelz, geil“, „fantastisches Schichtnougat, sehr süß, aber sehr gut balanciert, helle und dunkle Nougats schön differenziert, harmonieren gut“.
100 g, € 3,90
bei Confiserie zum süßen Eck, Währinger Straße 65, 1090 Wien
www.suesseseck.at

4
Venchi Gianduja Nocciole Latte    8,4

Der Inbegriff der Haselnussschokolade. Italiener sind bei Nougat weit weniger puristisch als die Deutschen und die Dänen, bei diesem traumhaft schönen Riegel aus Cuneo handelt es sich um Milchschokolade, die mit 33 % Gianduja (die ­wiederum selbst eine Mischung aus Haselnüssen und Kakao ist) und ganzen Haselnüssen (I.G.P. Piemont, also die besten Haselnüsse der Welt …) gemischt ist. „Fantastische Optik, sehr piemontesisch, grandiose Haselnüsse mit sehr gutem Nougat, perfekte Nüsse“, sehr gute Nüsse, sehr gutes Nougat, seidig und fein“, „wunderbar, ­balanciert, toller Schmelz, großartige ganze ­Nüsse, herb und süß zugleich“, schöne Optik, tolle Nüsse, typisches Gianduja-Aroma“.
80 g, € 8,95
bei Xocolat, Palais Ferstel, ­Herrengasse 14, 1010 Wien
Tel.: 01/535 43 63
www.xocolat.at

5
Xocolat, Gianduja mit dunkler Schokolade    6,8

In der Xocolat-Manufaktur in der Servitengasse werden erlesene Schokoladen und Pralinen auch selbst hergestellt, darunter diese Tafel dunkler Schokolade mit so großzügiger Gianduja-Fülle, dass wir sie gerne als „Nougat“ verkosteten. „Dunkel, cremig, sandig, sehr röstige Noten, buttrig“, „sehr schmelzig, sehr dunkle, leicht verbrannte Aromen“, „sehr hoher Schokoladeanteil, schöne Konsistenz, etwas brandig“, „erinnert an Eiskonfekt, etwas zu fettig“.
90 g, € 6,20
bei Xocolat, Palais Ferstel, Herrengasse 14, 1010 Wien
Tel.: 01/535 43 63
www.xocolat.at

5
Caffarel Piemonte Classico    6,8

Der Haselnuss-Nougat-Riegel vom ­Erfinder des Nougats: Das Angebot an Nougat-Haselnuss-Schokolade-Kombinationen dieser Firma aus der Nähe von Turin ist ein wenig unübersichtlich, bei diesem herrlichen Riegel handelt es sich allerdings um einen absoluten Klassiker: Gianduja-Milchschokolade-Mischung mit nicht weniger als 41,5 % Haselnussanteil. Vanillin und Lecithin spielen allerdings auch mit. „Klassischer Gianduja-Riegel mit wunderschönen Haselnüssen, harmonisch, cremig, gute Nüsse, sehr befriedigend“, „vanillig, ­seidig-cremig, gute Nüsse“, „schönes Nussaroma, mit der Schokolade gut balanciert, Nougat etwas bröckelig“, „schöne Optik und Konsistenz, etwas Vanille, angenehm“.
75 g, € 5,–
bei Wein & Co
www.weinco.at

6
Lindt Piemonte Classico    6,6

Das Schoko-Imperium aus der Schweiz hat ­nou­gatmäßig natürlich auch was zu bieten: Auch hier eine Mischung aus Gianduja und Milchschokolade mit ganzen Haselnüssen, auch hier sind Lecithin, Vollmilchpulver und Vanillin mit im Spiel. „Wunderschön, ähnlich der anderen beiden ­Nougats mit ganzen Nüssen, allerdings sind die Nüsse hier schlechter, härter, mehr Vanille“, „mehr Schoko als Nougat“, „ganze Nüsse, sehr schokoladig, schöne Konsistenz, leichte Vanilletöne“, „wirkt etwas künstlich“.
33 g, € 1,49
bei Lindt & Sprüngli, Hietzinger Hauptstraße 1a, 1130 Wien

7
Rapunzel Nougat    6,5

Der deutsche Bio-Voll-Anbieter hat auch einen Riegel aus hundertprozentiger Nougatmasse im Programm, die als Basis für die Weiterverarbeitung oder für den sofortigen Genuss durch ­Nougat-Fans gedacht ist. „Perfekte Konsistenz, allerdings seltsame Fructose-Aromen, kühle Raucharomen, optisch top“, „ein Light-Produkt?“, „weiche, perfekte Konsistenz, geschmacklich ­etwas bitter“, „perfekte Konsistenz, Röstnoten, wunderbarer Schmelz, nicht zu süß“.
40 g, € 1,69
u. a. bei Denns
www.denns-biomarkt.at

8
Niederegger Nougat Nuss    6,4

Nougat vom Marzipan-Marktführer: Bei diesem Nougat-Konfekt ist Haselnuss immerhin zu 34 % enthalten, „pure Gianduja-Masse, sandig, cremig, Haselnuss pur“, „cremig, sandige Konsistenz, pur“, „toller Schmelz, weich, ausgewogen, mürb, nussig“, „sehr pur, cremig, hell, wenig Kakao und eher kurz am Gaumen“.
50 g, € 3,19
bei Meinl am Graben, Graben 19, 1010 Wien
www.meinlamgraben.at

9
Majani „Fiat“ Cremini alle nocciole    5,9

Ein absoluter Klassiker der italienischen Pralinen-Szene: 1911 wurde dieses „Cremino“-Würfelchen mit zwei hellen und zwei dunklen Nougatschichten anlässlich des Erscheinens des Fiat Tipo 4 ­herausgebracht. Den „Fiat-Cremino“ gibt es ­inzwischen in zahlreichen Versionen, dieser hier zeichnet sich durch vier Schichten und 29 % Haselnussanteil aus. „Sehr schokoladig, süß, klassische Praline, schmalzig“, „gutes hell-dunkles Schichtnougat“, „sehr süß, weich, üppig, cremig, Kokos-Noten“, „schönes Mundgefühl“.
20 g, € 1,90
bei Confiserie zum süßen Eck, Währinger Straße 65, 1090 Wien
www.suesseseck.at

10
Antica Torrineria Piemontese, Tartufo Gianduja    5,5

Eine typisch piemontesische Praline, ein Würfelchen dunkel-cremiger Nougatmasse mit knusprigen Haselnusssplittern, „crispy, schokoladig, leicht bitter, sehr italienisch“, „schöne Stückchen, Haselnuss im Vordergrund“, „Nüsse gut eingebunden, knackig, schöne Textur“, „trockene ­Basismasse, knackige Nüsse, sehr italienisch“.
200 g, € 10,99
bei Meinl am Graben, Graben 19, 1010 Wien
www.meinlamgraben.at

11
Demel Cremenougat    5,1

Ein Nougat-Konfekt aus der Manufaktur am Kohlmarkt: „wunderschön, dunkle Nougatmasse mit hellen Nussstückchen, geschmacklich etwas indifferent, aber nicht unangenehm“, „edel anzusehen, Praline mit etwas ­körnigem Innenleben, Konsistenz zu fest“, „schöne Optik, aber wenig Haselnuss im Geschmack“.
16 g, € 1,60
bei Demel, Kohlmarkt 14, 1010 Wien
www.demel.com

12
Majani Bricks Gianduja e Nocciole    4,8

Neben den „Fiat“-Cremini hat Majani auch die bunt verpackten „Ziegel“ im Programm, der Farbcode „grün“ bedeutet Gianduja mit Nussstückchen. „Schön, gutes Mundgefühl, knusprige Stückchen“, „Nusssplitter, angenehme Masse, Toblerone-artig“, „schöner Kontrast zwischen Basismasse und Stückchen, nicht sehr harmonisch“, „nicht wirklich Nougat“.
10 g, € 0,80
bei Confiserie zum süßen Eck, Währinger Straße 65, 1090 Wien
www.suesseseck.at

13
Niederegger Nougat Cashew    4,5

Nougat-Pralinen werden auch mit unterschiedlichsten Nüssen angeboten, hier zum Beispiel mit Cashew­kernen. „Erinnert geschmacklich an Haselnusseis, ­Gianduja-Konsistenz, aber leicht unfrisch“, „geil, ­cremig, schmelzendes Haselnusseis“, „sehr weich, schmilzt schnell, Nüsse nicht gut eingebunden, fettig, süß“, „hoher Fettanteil, unfrisch“.
50 g, € 3,19
bei Meinl am Graben, Graben 19, 1010 Wien
www.meinlamgraben.at

14
Majani Cremini alle nocciole e mandorle    4

Ein weiteres Cremini-Würferl mit dem alten Fiat-Logo, diesmal auch mit Mandelcreme und insgesamt 43 % Nussanteil: „Konsistenz zwar verführerisch, aber sehr geil, sehr süß. Wirkt irgendwie altmodisch“, „viel zu süß, eindimensional, Ildefonso“, „sehr cremiges, sehr süßes Schichtnougat, extrem deutliche Haselnuss, old school“.
20 g, € 1,90
bei Confiserie zum süßen Eck, Währinger Straße 65, 1090 Wien
www.suesseseck.at

14
Venchi Cremino Gianduja    4

Im Gegensatz zum hochprozentigen Riegel mit den Haselnüssen fiel das Ergebnis für diesen „Cremino“-Schichtnougat-Riegel weniger gut aus: „Optik eher mittelmäßig, Haselnussaroma vordergründig“, „­gefüllte Schokolade“, „mittlere Schicht extrem ­buttrig, Milchschokolade, üppig, erinnert stark an Überraschungsei“, „Optik und Geschmack erinnern an Kinderschokolade, Milchcreme und Milchschokolade dominieren“.
80 g, € 8,95
bei Xocolat, Palais Ferstel, Herrengasse 14, 1010 Wien
Tel.: 01/535 43 63
www.xocolat.at

15
Bricks Nocciole    3,8

Noch ein Cremini-Ziegel aus dem Hause Majani, ­diesmal in rosa Staniolpapier verpackt, was „­Nocciole“ bedeutet: „hübsche Optik, Nougat aber nicht sehr deutlich feststellbar“, „Schokolade ­dominiert, cremig“, „fettig, schokoladig“, „Kuvertüre überdeckt die Nuss“.
10 g, € 0,80
bei Confiserie zum süßen Eck, Währinger Straße 65, 1090 Wien
www.suesseseck.at

16
Baratti & Milano, Cremino Classico    3,5

Traditionsunternehmen mit traumhaft schönem Café im Zentrum Turins, das auch im Pralinen­geschäft eine nicht unwesentliche Nummer darstellt. Bei diesem Produkt handelt es sich um ein klassisches „Cremino“, also ein würfeliges Schichtnougat-Konfekt: „Sehr cremiges Schichtnougat, viel Milchcreme, wenig Nuss, seltsame Interpretation“, „Obers-lastig, die Schichten fallen auseinander“, „zerfällt, helle Schicht erinnert ­geschmacklich an Kondensmilch“, „wenig Nuss, wenig Kakao, viel Kondensmilch“.
10 g, € 0,60
bei Confiserie Park, Hietzinger Hauptstraße 6, 1130 Wien
www.suessetraeume-schokolade.at

17
Eibensteiner Nougat-Wurst    3,4

Wiener Traditionsbetrieb, in dem nahezu alles selbst hergestellt wird – auch das Marzipan, auch die Maronicreme, auch das Nougat. „Weich, ex­trem viel Vanille, sieht hübsch aus, enttäuscht dann aber wegen geringen Nougat-Geschmacks“, „geile Creme, Masse“, „weiche, karamellige Masse mit starkem Vanillearoma, zu süß. Nett anzusehen, aber kein Nougat“, „alles, nur kein Nougat“.
100 g, € 4,90
bei Confiserie Park, Hietzinger Hauptstraße 6, 1130 Wien
www.suessetraeume-­schokolade.at
www.confiserie-eibensteiner.at

18
Xocolat, Gianduja mit Milchschokolade    3,2

Die Milchschokolade-Version der Gianduja-Tafel kam weniger gut an: „zu süß, unfrisch, mäßig gut“, „zuckrig, Fett im Vordergrund“, „erinnert an Erdnüsse, unangenehm“, „extrem süß, zu fett, etwas salzig“.
90 g, € 6,20
bei Xocolat, Palais Ferstel, Herrengasse 14, 1010 Wien
Tel.: 01/535 43 63
www.xocolat.at

19
Leone, Tartufo di Alba    3

Noch ein piemontesisches Traditionsunternehmen, die Nougat-Trüffeln dieses Herstellers haben es sogar in den Manufactum-Katalog geschafft. Half aber leider nichts: „weiß, süß, knusprig, etwas aufdringlich“, „sehr viel Zucker, hell“, „pene­trant“, „Zucker und Nüsse, zu süß“.
14 g, € 1,–
bei Confiserie zum süßen Eck, ­Währinger Straße 65, 1090 Wien
www.suesseseck.at

20
Leschanz Nougat-Roulade    2,5

Schade, aber die vielversprechend aussehende Nougat-Roulade des Wiener Schokolade-Königs kam in der Blindverkostung gar nicht gut weg: „süßer Zement, Obers-Note“, „helle, süße Masse, schmalzig“, „plump“, „undefinierbar, fett“.
34 g, € 1,98
bei Leschanz, Freisingergasse 1, 1010 Wien
www.leschanz.at

21
Leschanz Schichtnougat    2,2

Tja, und bei den Schichtnougat-Pralinen sah es diesmal leider auch nicht besser aus: „hart, schmalzig, Erdnussaroma“, „Erdnussbutter, nicht sehr elegant“, „geil, zu süß“, „Schichtnougat mit Erdnuss-Note?“
12 g, € 1,98
bei Leschanz, Freisingergasse 1, 1010 Wien
www.leschanz.at