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Haberl und Fink’s

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Küchenzeiten: Di. 18–21, Mi., Do. 11.30–14, 18–21, Fr., Sa. 11.30–15, 18–21
Inhaber: Fink-Haberl GmbH
Küchenchef: Hans Peter Fink
Sommelier: Mario Haberl
Sitzplätze: 152
Kreditkarten: Mastercard, Visa, Maestro
E-Ladestation
Ein unscheinbares Äußeres, ein Betrieb in einem Straßendorf. Hinter der Fassade allerdings erwartet den Gast geballte gastronomische Kraft. Hans Peter Fink hat Verstärkung durch den Sohn bekommen, der bei einigen relevanten Adressen gearbeitet hat. Mittags gibt man sich bürgerlich, abends großbürgerlich. Die Steiermark ist immer dabei, am Teller wie auch im Glas. Irisches Zarenlachsfilet kommt mit Kräutersalz, Erdäpfelrösti, Siberian-Royal-Kaviar und Crème fraîche, ein Teller weltläufigen Luxus, Zutaten von bemerkenswerter Qualität, bemerkenswert auch die knusprigen Rösti. Kornelkirschen (eigene Produktion) ergänzen die Spitzkrautröllchen mit Paprika-Roggenhippe und Teriyakisauce, serviert in einer phänomenal schmeckenden Tomaten-Paprika-Consommé. Toll auch die Karotten-Kokos-Suppe Tom Kha Gai mit Chilipaste, Kokosnuss, Pomelo und Tigergarnele – selten isst man diesen thailändischen Klassiker auf so hohem Niveau.
Cremige Frischkäseravioli kommen mit steirischer Trüffel – eher entbehrlich –, ­schwarzem Nuss-Salat und knackig-bitterem Trevisano. Der Heilbutt zerfällt bei einer leichten Berührung mit der Gabel, dazu gibt es Blutorange, Spaghettikürbis und Knollen­fenchel, wunderbar. Klassik am Teller dann bei Tournedos Rossini mit Pilzen, Albufera-Sauce und Erdäpfelpüree: So muss ein Filet schmecken! Dito die Albufera-Sauce, davon kann man fast nicht genug bekommen. Als bodenständiger Genuss erweist sich die im Ofen gebratene Weihnachtsbauernente mit Apfel-Rotkraut, Briocheknödel und Preisel­beeren, auch diese aus der hauseigenen Delikatessenproduktion. wie auch die schwarze Nuss, die es zur Tartelette von Williamsbirnen mit Tonkabohne und Birnen-Kalamansi-Eis gibt, eine Kombination, die großes Essvergnügen bereitet. Natürlich sind Service und Weinauswahl den Ansprüchen der Küche angemessen.
Hans Peter Fink, © Oliver Wolf