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Aend

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Küchenzeiten: Mo.–Fr. 19–20.30, Di.–Fr. 12–13
Inhaber: Fabian Günzel
Küchenchef: Fabian Günzel
Sommelier: Stephan Martin
Sitzplätze: 30
Kreditkarten: Amex, Mastercard, Visa, Maestro
E-Ladestation
Das verbindende Element ist Symbol des clean und gemütlich gestalteten Lokals. ein Grund, auch mal die behaglichen Innenstadtbezirke zu verlassen, so wie es Fabian Günzel einst tat, der sich mit seinem Restaurant seit der Eröffnung auf Erfolgskurs befindet. Puristisch präsentiert sich der schöne Holztisch, dem die servierten Teller Farbe und Leben verleihen. Gestartet wurde mit einem Häppchen in Form einer Erdäpfel-Tartelette, gefüllt mit Vorarlberger Käse. Oben drauf thronte Osietra-Kaviar. Ein Bouquet von Bittersalaten wird verfeinert mit einer Vinaigrette, in der Périgord-Trüffel und Maronisplitter die Hauptrolle spielen. Es folgt ein Duo aus Rehconsommé und Ravioli, gefüllt mit Rehkeule, dazu wachsweiches Wachtelei. Foie gras muss bei Günzel immer sein, diesmal mariniert er das gute Stück mit Holunderblütensirup, fügt Sanddornschaum hinzu sowie eine Brickteig-Tartelette. Oh ja, das nennt man Raffinement. Es folgt Jakobsmuschel mit Sandgarnele, beide in Günzel-Manier perfekt auf den Punkt gebracht, dazu ein Sud aus frischen Algen. Weiter geht es mit Nagelrochen mit Brotcroû­ton-Topping in einer fein abgeschmeckten Paprikavinaigrette. Périgord-Trüffelscheiben werden in den Chinakohl eingeflochten und gemeinsam geschmort. Ein Schaum von der Alba-Trüffel begleitet das Arrangement. Schließlich Wildente, superzart, knusprig und toll gewürzt. Fein geschnittenes Rotkraut wird mit Blauschimmelkäse aufgepeppt und auf einem gedünsteten Rosenkohl drapiert. Dazu kommt ein Chip vom Schafkäse. Und weil gerade die Zeit danach ist: eingelegte Mandarine plus fruchtig-geschmacksintensives Mandarinensorbet. Als Krönung folgt eine Zimtsabayon. Die Frage nach der Qualität des Wein­angebots muss man hier nicht stellen. Es ist in jeder Hinsicht vorbildlich.
Fabian Günzel, © Michael Reidinger