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Brunnauer

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Küchenzeiten: Mo. 18–22, Di.–Fr. 12–14, 18–22 (Festspielzeit, Advent: erweiterte ÖZ)
Inhaber: Richard Brunnauer
Küchenchef: Richard Brunnauer
Sommelier: André Wiedersich
Sitzplätze: 65
Kreditkarten: Amex, Diners, Mastercard, Visa, CUP, JCB, Maestro, Vpay
E-Ladestation
Richard Brunnauer und seiner Frau verdanken die Salzburger ein Lokal, in dem sie unkompliziert und auf beträchtlichem Niveau einfach gut essen und trinken können. Das in der Villa Ceconi vor den Toren der Altstadt gelegene Restaurant, eine Mischung aus moderner Brasserie und Gourmetlokal, dazu eine Terrasse mit Blick auf die Rückseite der Hohen Feste, erfreut sich großer Beliebtheit. Und weil dies so ist, ist hier ohne langfristige Reservierung kaum ein Tisch zu bekommen, außer eventuell mittags, wo Brunnauer Lunch anbietet, wie es ihn in Bezug auf Preis und Leistung in der Stadt kein zweites Mal zu finden gibt. Beste Materialien, die ihren Preis haben, aber gekonnt und mit Kenntnis und Sensibilität zubereitet werden. Zum Zarenlachs reicht Brunnauer Avocadotatar und Salatherzen. Top ist die Qualität der Obsiblue-Garnelen, dazu Kresse, geröstete Nüsse und Sellerie. Wenn Brunnauer Saibling räuchert, gerät der Fisch mild, ­elegant und begeistert ob seiner Konsistenz. Sehr gut wie immer die Seezunge mit Beurre blanc, genau solche Gerichte sind es, die Brunnauer-Gäste auch von weit außerhalb anreisen lassen. Die Tristan-Languste ist First Class, dazu gibt’s Erbsencreme, Weinbergpfirsich und weiße Portweinsauce. Sommertrüffel sind natürlich ein blasser Ersatz für die Verwandten aus dem Périgord, das Risotto zu den Filet-Tournedos ist trotzdem eine feine, wenn auch etwas weiche Angelegenheit. Brunnauer ist ein Drei-Komponenten-Koch, das ist sein Stil. Und er verzichtet nicht, wie es heute modern ist, auf die Sättigungsbeilage, wie man Risotto, Pasta und Erdäpfelpüree früher despektierlich nannte. Das Sauerrahmeis zum ­Topfenschmarren ist ein willkommener frischer Kontrapunkt. Sehr okay die Weinauswahl, immer gut drauf der Service unter Madame Brunnauer.
Richard Brunnauer, © Michael Preschl