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Das Lilienberg

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Küchenzeiten: Do. 18–19.30, Fr., Sa. 14–19.30, So. 12–17
Inhaberin: Mirjam Orasch
Küchenchef: Angelo Rindler
Sommelier: Christoph Janger
Sitzplätze: 40
Kreditkarten: Mastercard, Visa, Maestro
Schon die Zufahrt der neuen Adresse südwestlich von Tainach, inmitten eines Weingartens situiert, macht dem Gast klar: Hier wird geklotzt und nicht gekleckert. Im Sommer nimmt man das Essen auf einer großzügig dimensionierten, nach Süden ausgerichteten Terrasse ein. Man will in der obersten Liga kochen, und der Ort besitzt Potenzial für allerlei repräsentative Events und Anlässe. Erwartungsgemäß edel ist, was auf den Teller kommt: Gänseleber, umhüllt mit schwarzer und weißer Schokolade, mit Roten Rüben und grünem Apfel als Gel, ein sehr farbenprächtiges Gericht, sehr harmonisch. Sehr gut ist der marinierte Saibling, welcher gefüllt mit Kren-Apfelmus und mit Saiblingskaviar, Wasabigel, Kernöl- und Dashifond serviert wird.
Wer so kocht, hat sich einiges überlegt. Und Saucen kann die Küche auch: wie diese aus Vin Jaune, die zum Label-Rouge-Lachs auf Blattspinat mit Garnele, Zitronengel und ­Schnittlauchöl serviert wird. Ebenso gelungen die Beurre blanc und die Kalbsjus, die zu den geschmorten Kalbsbackerln serviert werden.
Und klar, dass ein Erdäpfelpüree an einem solchen Ort gar nicht anders sein kann als getrüffelt. Der Sekt der Domäne Lilienberg hat dann als Sorbet beim Dessert seinen Auftritt, dazu Kirschragout, Kokosespuma und -granité. Mithin ein erfreulicher Zugang in der Kärntner Oberliga mit mustergültigem Service.
Angelo Rindler, © Das Lilienberg