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Edvard

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Küchenzeiten: Di.–Sa. 12–14, 18–22
Inhaber: Kempinski Hotel Vienna Management GmbH
Küchenchef: Thomas Pedevilla
Sommelier: Sebastian Maier
Sitzplätze: 40
Übernachtung
Kreditkarten: Amex, Diners, Mastercard, Visa, Hobex, Maestro
Nur auf einen flüchtigen ersten Blick wirkt es wie eines der üblichen Hotelrestaurants, Stichwort: hohes Niveau, aber austauschbar. Und doch
ist es kein Hotelrestaurant aus der Schublade, sondern eine höchst individuelle Angelegenheit. Man registriert mit Freude die großzügige Raumaufteilung, die Distanz zwischen den Tischen sowie die angenehme Lichtregie. Küchenchef Thomas Pedevilla baut Zitate und Einflüsse aus seiner Heimat Südtirol in die Speisenfolge ein. Und wer weiß, wie gut man in Südtirol speist, weiß, was einen erwartet. Aus Sellerie zaubert er eine Lasagne, begleitet von Buchweizen und Sellerieschaum. Sein Signature Dish ist bretonische Sardine in schwarzem Tempurateig, dazu mit Melanzanicreme gefüllte Ravioli in einem Sardinensüppchen und dünne Zucchiniröllchen. Sehr schön, sehr gut. Zum Zander reicht die Küche Bohnen in drei farblichen Auftritten: weiß, grün und gelb. Französische Klassik zitiert er in Form des gebratenen Schwarzfederhuhns von Miéral, dazu Trüffel und Rote Zwiebel sowie eine „falsche Trüffel“ aus gemeinsam faschierter Hühnerbrust, Champignons und Melanzani. Das Pré-Dessert: Apfel in Variationen, erfrischend und ideenreich. Dann folgt ein letzter Höhepunkt: Sauerrahmparfait mit Himbeer-Baiser-Stangerln, Rosa-Pfeffer-Sorbet und weißen Schokokugeln. Bestens disponierter Service und eine fair kalkulierte, interessant bestückte Weinkarte runden den Besuch ab. Man sollte öfter ins Hotel essen gehen.
Thomas Pedevilla, © Palais Hansen Kempinski Vienna