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Fabios

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Küchenzeiten: Mo.–Sa. 12–23
Inhaber: Fabio Giacobello
Küchenchef: Christoph Brunnhuber
Sommelier: Michael Kahovec
Sitzplätze: 85
Kreditkarten: Amex, Diners, Mastercard, Visa, Maestro
Bald feiert das Fabios sein Zwanzig-Jahre-Jubiläum, aber der Patron und sein Team wirken niemals erschöpft oder abgearbeitet, höchstes hie und da am Limit, was die Auslastung betrifft. Fabio Giacobellos Drang, sich und das Restaurant nicht nur architektonisch immer wieder neu zu ­erfinden, erweist sich als segensreich, ebenso das Wirken Christoph ­Brunnhubers, der für Kontinuität in der Küche sorgt und Qualität garantiert. Eine Kombination aus kleinen Gamberetti mit Salat und Zitrone erweist sich als stimmig mit venezianischer Note, wenn sich auch die dazugereichte Hummercreme einen Tick zu sehr in den Vordergrund drängt. Die Teigwaren und Risottos zählen zu den besten Wiens – sie sind vermutlich sogar die besten. Gnocchi mit Pesto von Wildem Brokkoli und Mandeln, kleine Juwelen am Teller. Mit Crescenza und Spinat gefüllte Tortelli, dazu Ofentomaten, eine reine Freude. Ein Brasato vom Kalb mit Erdäpfelpüree führt uns ins Piemont, wobei es dort vermutlich Polenta als Beilage gäbe. Diese kombiniert Brunnhuber mit Schweinebauch und Lauch. Sehr gut dann der gefüllte und gegrillte Oktopus mit Joghurt und Linsen. Und die Desserts? Sind nahezu immer Volltreffer. Falls Sie schon länger nicht da waren: Die Apfeltarte mit hausgemachtem Vanilleeis ist großartiges Seelenfutter. Wenn man es bei den Weinen nicht übertreibt, dann ist ein Essen im Fabios zwar immer noch kein Schnäppchen, aber den Preis mehr als wert. Den wunderbaren Service gibt’s quasi um ein Trinkgeld inklusive.
Christoph Brunnhuber, © Fabios