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Fortino

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Küchenzeiten: Di.–Fr. 11.30–14, 18.30–21, Sa. 18.30–21
Inhaber: Christoph Parzer
Küchenchef: Christoph Parzer
Sitzplätze: 85
Kreditkarten: Mastercard, Visa, Hobex, Maestro
Man traut dem Navi nicht. Und doch: Im Zentrum eines nur geringfügig einladenden Industrie­gebiets befindet sich dieses Restaurant, das in dieser Umgebung mit seinem eleganten Ambiente wie ein Fremdkörper wirkt. Urbanität und Klarheit des Lokals setzen sich auch in den Gerichten von Christoph Parzer fort. Fantasie­volles auf handwerklich hohem Niveau ist sein Versprechen, Fische sind seine Spezialität. So überrascht die Top-Qualität des rohen Thunfischs ganz und gar nicht, er wird mit Avocadocreme, Radieschen und Gurken sowie Buttermilchfond serviert. In der Traunkrebssuppe schwimmen der Seesaibling, aber auch Wachauer Marille und Sauerklee, sämig und kraftvoll. Das Black-Cod-Filet kommt glasig gegart, mit wunderbarem Schmelz, dazu ein perfektes Karottenpüree von seidiger Feinheit sowie säuerlich eingelegte und gedünstete Karotten. Die darüber nappierte Hummerbisque ist einfach gekonnt. Parzer eben. Er kann auch Pilze: gegrillte Steinpilze, umwoben mit dem Aroma des Buchenrauchs, dazu wachsweicher Dotter, Blattspinat und Mayonnaise. Vom heimischen Wagyu kommt das gegrillte En­t­re­cote, serviert mit einer molligen Portweinjus. Der als Abschluss servierte Kokos-Eislutscher mit weißer Schokolade, Mangosorbet und Vogelmiere ist so erfrischend, wie man es sich an dieser Stelle eines Menüs wünscht, aber nicht immer bekommt. Schön: das Angebot an Halbflaschen auf der gut bestückten Weinkarte. Was dem Lokal fehlt: ein Frontmann, der genauso beherzt bei der Sache ist wie der Küchenchef.
Christoph Parzer, © Fortino