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Fuhrmann

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Küchenzeiten: Mo.–Fr. 11.30–14.30, 18–24
Inhaber: Hermann Botolen
Küchenchef: Walter Leidenfrost
Sommelier: Hermann Botolen
Sitzplätze: 25
Kreditkarten: Mastercard, Visa, Maestro
Beginnen wir ausnahmsweise gleich mit dem Wein. Was Hermann Botolen, einer der gefragtesten und besten Sommeliers des Landes, da zusammengetragen hat, was er serviert und wie er berät, versetzt auch hart gesottene Weinfreaks in Staunen. Burgund hier, deutsche Rieslinge dort, viele auch leistbare Fundstücke, vor allem von der Rhône und natürlich ein spannendes Angebot aus Österreich. Botolen wollte eigentlich ein Bistro mit eher unaufgeregten Gerichten zu seinen hervorragenden Weinen, doch da hat ihm sein neuer Küchenchef Walter Leidenfrost einen freundlichen Strich durch die Rechnung gemacht. Leidenfrost kocht einfach zu gut.
Sein Tatar von der alten Kuh mit eingelegten Steinpilzen ist bereits ein Klassiker und klasse. Ein vermeintlich simpler Blattsalat (Quelle: Gärtnerei Bach) gerät zum präzise arrangierten Kleinkunstwerk. Top die Ware bei den Weißen Trüffeln mit Tagliatelle, womit hier nichts schiefgehen kann. Das Kalbsbutterschnitzel
brät Leidenfrost schön kross, dazu Kalbsjus und Liebstöckel-Püree. Ausgezeichnet auch die Qualität des gegrillten Hirschfilets, dazu Selleriepüree, frittierte Erdäpfelknödel, Kohlsprossen und Vogelbeeren, die für fruchtige Leichtigkeit sorgen. Eher unauffällig sind die Crêpes Suzette mit etwas zu dominanter Orange und Vanille, sehr gut die knusprigen Topfenknödel, knusprige Knödel mit Hollerkoch als säuerlichem Kontrapunkt. Ein guter Ratschlag: Lassen Sie den eigenen Pkw zu Hause, es gibt kaum Parkplätze – und es wäre auch wegen dem Wein.
Walter Leidenfrost, © Bernd Grega