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Guth

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Küchenzeiten: Mo.–Fr. 12–13.30, 18–21
Inhaber: Thomas Scheucher
Küchenchef: Thomas Scheucher
Sommelière: Gülsah Darici
Sitzplätze: 70
Kreditkarten: Mastercard, Visa, Maestro
Mitten im ausgiebig besiedelten Rheintal befindet sich der Ortskern von Lauterach. Diese auch architektonisch beruhigte Zone ist der ideale Rahmen für Thomas Scheuchers Guth, das mit kontemporärer, villenartiger Ambiance und einem wunderschönen, parkähnlichen Garten aufwartet. Mit Blick auf Skulpturen des Bregenzer Bildhauers Herbert Meusburger lässt es sich hier entspannt tafeln – auf der Terrasse oder im urban wirkenden Inneren. Und was auffällt: Viele Gäste gönnen sich hier auch zu Mittag das große Menü. Scheucher kennt die Wünsche seiner Fans und bietet eine verhalten experimentierfreudige Karte mit so manchen auch von weiter her angereisten Edelzutaten. In der Curry-Kokos-Suppe unterstützt die fein abgeschmeckte Würzung die Robustheit der gebratenen Jakobsmuschel. Zart fest die Seezunge, dazu Topinambur und Spinat, mehr braucht es nicht. Auffallend ist nur, dies sei bei der Gelegenheit angemerkt, dass wir bei diesem wie auch bei einem anderen Besuch Fische oder Krebse aus dem nahe liegenden See missen mussten. Als eher zurückhaltend empfindet der Gast die Würze beim Thai-Curry zum Huhn mit Reis. Wir sind eben in Lauterach und nicht in Bangkok. Sehr gut der Rehrücken auf Selleriepüree mit Gnocchi und Trompeten­pilzen, und immer eine Empfehlung sind die gratinierten Kalbskutteln wie auch der marinierte Kalbskopf unter den Vorspeisen. Gute alte Schule eben. Gekonnt dann wieder die Nachspeisen – in Form eines Maronidesserts mit Cassissorbet und Marzipanraviolo mit Quitte. Der Service klappt hier ganz hervorragend und trägt zur guten Stimmung bei. Die Weinkarte tut das auch, wenngleich sie eher konservativ bestückt ist.
Thomas Scheuer, © Restaurant Guth/Angela Lamprecht