Zurück zum Suchergebnis

Hecht!

85
Küchenzeiten: 12–14, 18.30–21
Inhaber: Josef Schellhorn
Küchenchefs: Luc Liebster, Jakob Wieland
Sitzplätze: 65
Übernachtung
Kreditkarten: Amex, Diners, Mastercard, Visa, Maestro
Der Thomas-Bernhard-Fan und kunstsinnige Sepp Schellhorn läutete im vergangenen Jahr in seiner Küche die Generationsübergabe ein. Nach dem Rückzug des bewährten und das Seehof-Konzept perfekt umsetzenden Küchenchefs René Leitgeb hat Schellhorn als spiri­tueller Chef der Seehof-Küche den Platz frei gemacht für ein junges Team mit bestem Leumund. Luc Liebster und Jakob Wieland stehen für moderne High-End-Küche, die sich mehr an der Region orientiert als an Rungis Express. Gemeinsam mit einem jungen Team im Service sorgen sie für ein Hotelküchen-Erlebnis, das vieles ist, vor allem aber kein Hotelküchen-Erlebnis. Schon das hausgemachte Brot besitzt Suchtfaktor. Aus altem Brot (man kann sich nicht vorstellen, dass etwas übrig bleibt) macht die Küche Miso, das gibt es dann zum Karottentatar mit eingelegten Radieschen. Exzellent! Der Zander, nicht aus dem Goldegger See, hervorragend, kommt mit einer mustergültigen Beurre blanc, eingelegtem Spargel und in dieser Kombination irgendwie dumpf wirkendem Grünkohl. Zum Hirn vom Gasteiner Kalb kommt Sanddorn (Säure kontert Fett), eine fordernde Kombination. Aus Entenzungen macht die Küche einen Salat mit der frischen Note von Pfefferminz-Vinaigrette, dazu separat gereicht Entenmagen mit geraspeltem und in der Folge zart schmelzendem Räucher-Herz. Einwandfrei gerät der Dessertklassiker Topfenknödel, dazu Zwetschke und Karamell-Chips. Ein Glücksfall für das Haus ist Johannes Schellhorn, einer der beiden Betreiber der bereits legendären Weinbar Freundschaft in Berlin. Er kümmert sich um die Weinkarte und coacht zwischendurch auch einmal die Weinberatung.
Luc Liebster, Jakob Wieland, © Ingo Pertramer