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Herzig

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Küchenzeiten: Di.–Sa. 18.30–21
Inhaber: Sören Herzig
Küchenchef: Sören Herzig
Sommelier: Sebastian Pfitzner
Sitzplätze: 40
Kreditkarten: Amex, Diners, Mastercard, Visa, Maestro
E-Ladestation
Das Lokal macht ein bissel auf Berlin und London, Motto: Shades of Grey. Die Weinkarte, die auf einem iPad präsentiert wird, fügt sich ins stilistische Gesamtbild. Mit manchmal ins Filigrane abgleitender handwerklicher Sorgfalt und einer schmeckbaren Liebe zu Frankreich bietet die Küche ein Feinschmeckertempel-Erlebnis, obwohl das Herzig alles andere zu sein beabsichtigt als ein solcher Tempel. Gekonnt spielt Sören Herzig mit Aromen und Konsis­tenzen. Pasta-Risotto mit Schinkenschaum, Wachtelei und Kräuteröl ist eine schöne Kombination, Carbonara 2.0, wenn man so will. Sehr schön dann das Omelett mit Kaviar und Rinderbrühe, Texturenküche ohne technische Assistenten. Kaisergranat mit Kürbis, Spitzkohl und Sanddorn ist handwerklich grandios zubereitet, Beurre blanc mit Sanddorn ein Wohlfühl-Begleiter. Wieder Butter, diesmal mit Wacholder, gibt es zur Bachforelle, dazu Topinamburwürfel mit Walnuss. Als gute Idee erweist sich die Nussbuttercreme zum Loup de Mer mit Winterspargel und Champignons, die dem der kalten Jahres-zeit zugetanen Gericht Frische verleihen.
Die Étouffée-Taube kommt mit Purple-Curry-Spiegel auf den Tisch, Hommage Herzigs an ein Signature Dish seines langjährigen Dienstherren Juan Amador. ein elegantes, farbenprächtiges und auch sehr harmonisches Gericht. Zum Dessert Tarte au citron – cremiger Lemoncurd, gebettet auf Crumble der Amalfi-Zitrone – ­knusprige Baiser-Stäbe. Menton lässt grüßen!
Sören Herzig, © Herzig