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Hörnlingen

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Küchenzeiten: Mi.–So. 16–24
Küchenchef: Dominic Mayer
Sitzplätze: 36
Kreditkarten: Mastercard, Visa, Hobex, Maestro
Hier erwartet den Ausflügler und Gast ein traditionelles Dorfgasthaus, das lange im Dornröschenschlaf lag. Erst 2018 hat Dominic Mayer es wachgeküsst, das Haus übernommen und gleich darauf seine Marke gesetzt. Drei Jahre später ist das Hörnlingen nicht mehr wegzudenken aus Vorarlbergs kulinarischer Topografie. Erhalten geblieben, mustergültig und mit Gespür renoviert ist der altehrwürdige Gasthauscharakter. Völlig neu ist die Bespielung als „Wirtshaus, Weinbar, Club“. Das etwas blumig formulierte Motto lautet: „Im Hörnlingen-Universum kreist die Sonne um die Küche.“ Kürbiscremesuppe, fernab jeder Banalität, kommt mit Butternockerl und Lardo, der dem Ganzen eine sehr willkommene Schlunzigkeit verleiht, sehr gut auch die Randigcreme mit Kreneis. Wenn es Brennnessel gibt, macht Mayer daraus ein Risotto und gibt Weinbergschnecken dazu. Dem fleischigen Wels aus Mäder bietet Surinam-Spinat kräftig Paroli. Kohlroulade mit Linsen und getrüffeltes Kartoffelpüree: gewöhnlich? Von wegen! Hühnerkeule von einem schmeckbar glücklichen Federvieh kommt mit dreierlei Rotkraut und Spätzle. Ein finales Bravo dann für die Desserts: Pannacotta mit Salzkaramelleis sowie Quitten-Tarte-Tatin und Sauerrahmeis mit Zwetschkenröster. Die Weinkarte entspricht in Niveau und Anspruch ganz dem, was auf den Tisch kommt. Ihr Umfang ist nicht gerade groß, aber darauf kommt es hier nicht an.
Dominic Mayer, © DERFRITZ