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Krainer

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Küchenzeiten: Do.–Sa. 18–21
Inhaber: Familie Krainer
Küchenchef/innen: Astrid und Andreas Krainer
Sommelier: Hermann Krainer
Sitzplätze: 80
Übernachtung
Kreditkarten: Amex, Diners, Mastercard, Visa, Hobex, Maestro
E-Ladestation
Kaum noch auf der Autobahn, schon ist man in Roseggers Waldheimat angekommen, Entschleunigung im Grünen. und ein gastfreundliches Haus, der Paradefamilienbetrieb der Familie Krainer. Astrid und Andreas in der Küche, Hermann, der Seniorchef, macht den Wein. Von Astrid stammen zudem die Teller und die Keramik, die dem Essen einen besonderen Auftritt verleihen. Beide verfügen über tolle Verbindungen zu den lokalen Lieferanten, womit sich die Karte liest wie ein Slow-Food-Führer. Der Saibling von Martin Traxler aus der Pretul ist nach Matjes-Art gebeizt, dazu Gurkenfond, Kren-Pannacotta und Saiblingskaviar. Caprese kann Langenwang noch besser: St. Kathreiner Frischkäse mit weißen Tomaten, Basilikummolke, Artischocken, Rucola und Kürbiskernpesto. Cremig, frisch, begeisternd, vor allem die orange schimmernde Tomaten-Basilikum-Molke. Die Steiermark glänzt dann mit ihren Sonnenblumen, die als Creme zur Joglland-Bergforelle gereicht werden, dazu Räucherforellen-Milch, Blüten­gemüse und Stör-Kaviar von Walter Grüll. Die Forelle ist so perfekt auf den Punkt gegart, dass sie zerfällt und trotzdem einen feinen Rest-Biss hat. Natürlich hat auch „Urban Farming“-Fisch von Michi Wesonig aus Weiz seinen Auftritt. Zum Zander gibt es alpines Spitzkraut, schön scharfe Paprika-Fisch-Minestrone (eigentlich eher eine Halászlé!), Kalbskopf und Topfennockerl. Schließ-lich Reh von lokalen Jägern mit Kirschen und Kirschkernöl, Schupfnudeln und weißem Mohn sowie Eierschwammerln – der pure Geschmack der obersteirischen Wälder. Die Wermut-Tarte mit Zitronenverbene-Eis und Baiser ist alles andere als alltäglich. Schließlich ein sogenannter Liebesknochen, bestehend aus Eclair, Zotter-Schokolade, Himbeeren, Himbeereis und Haselnuss, sagen wir es so: Die Kombination ist der Hammer. Sehr schön die Weinempfehlung durch Hermann Krainer, kaum ein Gast, der sich hier nicht perfekt umsorgt fühlt.
Andreas Krainer, © Michael Reidinger