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Kräuterreich by Vitus Winkler

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St. Veit im Pongau - 5621 St. Veit im Pongau
T.: 43-6415-43 23
sonnhof@vituswinkler.at
www.sonnhof-vituswinkler.at
Küchenzeiten: Do.–Mo. 18–21
Inhaber: Vitus Winkler
Küchenchef: Vitus Winkler
Sommelier: Vitus Winkler
Sitzplätze: 28
Übernachtung
Kreditkarten: Mastercard, Visa, Hobex, Maestro
Vitus Winkler steigt, nicht auf den Berg (das vielleicht zum Kräutersammeln), aber in puncto Qualität und Respekt bei Gästen und Kollegen. Das in ein Hotel integrierte Gourmetstüberl zieht auch immer mehr Gäste von auswärts an, ein gutes Zeichen. Zum Einstieg grüßt Virgilio Martínez aus Peru: Die einzelnen „Akte“ sind grob nach Höhenmetern in „Klima-Zonen“ unterteilt (Fluss und See, Wald und Wiese, im Dorf, am Feld, auf der Alm, am Gipfel). Jeder Happen besteht aus sehr vielen Komponenten, der Kopf raucht förmlich nach jeder Erklärung durch die bemühte Servicecrew bzw. den Meister selbst. Vielleicht darf es auch weniger sein. Aber zur Sache, zum Menü: Die Pfarrwerfener Lachsforelle kommt mit Vogelmiere, Mais, Radi, Zitronen-Agastache – frisch, gut. Zu den Pinzgauer Schottnudeln gibt es Schmortomaten, Anisschaum, Basilikum und Dost. Liebstöckel (eh, wir sind im Kräuterreich!) begleitet den hausgeräucherten Schweinenacken, dazu sehr stimmig Apfel, Kraut, Buttermilch und Kapuzinerkresse sowie Grüll-Kaviar. Ein sommerlicher Zwischengang mit Ährenminze: Marille süß-sauer, geeiste Marille, Minzsorbet, Marillen-Soda-Schaum. Zum Kalb (Bries, Rücken) dann als Kräutlein Mädesüß sowie Traube, Maruschka-Karotte und Haselnuss. Winkler beherrscht das Spiel von Zutaten und Aromen, nichts wirkt langweilig oder zufällig. Nur ein Patzer: die gebrochene Hollandaise zum Kalb, das sollte auf diesem Niveau nicht sein. Wer auf der Alm ist, freut sich über Käsefondue – bitte sehr: Mit Umeboshi-Zwetschke und Zwiebel kommt der heiße Bergkäse. und zum Dessert ein sogenannter Schwarzbeerstrauch mit Flechte und Quendel. Man merkt, dass viele Zutaten wirklich von den Almen und Wäldern der Umgebung kommen, das ist sympathisch.
Vitus Winkler, © Mario Stockhausen