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Mraz & Sohn

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Küchenzeiten: Mo.–Fr. 19–21
Inhaber: Familie Mraz
Küchenchefs: Markus und Lukas Mraz
Sommelier: Thomas Reither
Sitzplätze: 45
Kreditkarten: Amex, Diners, Mastercard, Visa, Hobex
E-Ladestation
Niemals erschöpft oder müde, so führen Papa Markus Mraz und seine Buben Lukas (am Herd) und Manuel (im Service und am Plattenspieler) ihr Restaurant, das der Wiener Szene gibt, was sie dringend braucht: Kosmopolitentum, cooles Ambiente und Selbstironie am Teller. Die Zeit der Pandemie nutzte die Familie für einen Umbau des Lokals, dessen individuelle Note beim ­Interieur schon vorher viele Fans hatte. Auf den Tellern viel Spaß, Überraschungen und wenn schon Trends, dann mit Augenzwinkern und Brigittenauer Schmäh. Mrazens servieren Rucola (Gärtnerei Bach) mit dehydrierten Erdbeeren, die aussehen wie Pomodori secchi, und Spargelcreme, nachdem sich die Gäste vorher mit fantastischer Hühnerleberpastete nach alter Schule (Bresse Gauloise) gestärkt haben. Memorabel ein cremiger Erdäpfelsalat mit dem Öl, das aus Hummerkarkassen gewonnen wurde, und ein in knuspriger Teighülle serviertes, perfekt saftiges Stück vom Hummerschwanz. Großartig eine Suppe aus Liebstöckel mit hauchdünnen Eierschwammerlravioli. Das Huhn, von dem es schon die Leber in Form der Pastete gab, wird in zwei Gängen serviert, unter anderem als Zitat eines Wiener Paprikahendls mit Grießnockerl, eingelegten grünen Paradeisern und schönem fetten Rahm (oder war’s Crème frâiche?) mit gehobelter Sommertrüffel, wunderbar. Fast wie ein Fremdkörper wirkt hier das klassische Käse-sortiment: Willkommen, Fremdkörper, und bleib! Genau wegen des nie rastenden Einfallsreichtums der Familie sind die Gäste hier. und natürlich auch wegen der schönen Auswahl an Champagner und Weinen.
Familie Mraz, © HELGE KIRCHBERGER Photography