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Taubenkobel

97
Hauptstraße 33 - 7081 Schützen am Gebirge
T.: +43-2684-22 97
restaurant@taubenkobel.at
www.taubenkobel.at
Küchenzeiten: Mi.–Fr. 12–14.30, 18–22, Sa., So. 12–15, 18–22
Inhaber: Familie Eselböck-Weissgerber
Küchenchef: Alain Weissgerber
Sommelière: Barbara Eselböck
Sitzplätze: 50
Übernachtung
Kreditkarten: Amex, Diners, Mastercard, Visa, Hobex
Seit ein Teil der früheren Greißlerei-Karte ins Angebot des Taubenkobels gewandert ist und dort neben dem exquisit komponierten Menü angeboten wird, brummt das Restaurant wie zu seinen besten Zeiten. Ein guter Coup von Alain Weissgerber und Barbara Weissgerber-Eselböck, denen man in Angelegenheiten rund um erfolgreich zu führende Restaurants nichts zu erklären braucht. Kunst an den Wänden, gutes Essen auf dem Teller, individueller Rahmen und im Sommer ein prachtvoller Garten, am Konzept des Taubenkobels hat sich auch in Pandemie-Zeiten nichts geändert. Und Weissgerber beweist ein hervorragendes Händchen bei der Umsetzung seiner Standards und neuen Ideen, die stets peinlichst durchdacht sind. Da sind zum einen prächtige Fleischstücke vom Feuer, das im Vorraum des Restaurants neben dem Haustisch für Stammgäste und Freunde den Raum wärmt und Appetit macht. Ein Kalbs­kotelett, behutsam gegrillt, sodass die winzige Portion Fett, die dem Fleisch anhaftet, schön knusprig gerät, kommt mit Sauce béarnaise und Pommes Pont-Neuf. Um solches in solcher Qualität zu bekommen, muss man ansonsten schon nach Frankreich fahren. Zum gegrillten Ötscherblick-Schwein reicht Weissgerber Pfirsiche und mit Eierschwammerln gefüllte ­Zucchiniblüten. Die hocharomatischen Paradeiser vom Stekovics kombiniert er mit Flusskrebsen, zu den raren Kaiserlingen gibt es Mohnauflauf, zu den Artischocken Gänseleber und Kaviar, eine mutige Idee, die aufgeht. Ein absoluter Hammer, ein Teller, der tiefen Eindruck hinterlässt: Räucheraal mit Gänseleber und Backerbsen. Wie unglaublich präzise Weissgerber Aromen und Geschmäcker auf den Punkt bringt, zeigt Reh-Consommé mit Reh-Tatar, Löffel für Löffel ein wärmend geschmacksintensiver Traum. Und dass er nebst seiner Imaginationskraft und einem nahezu absoluten Geschmackssinn auch ein exzellenter Handwerker ist, beweisen die Hechtnockerl in Beurre blanc, darauf ein Hauch von frittierten Schuppen. Elsässische DNA am Neusiedler See. Bei den Desserts kombiniert Weissgerber mit Wagemut: Schokolade mit Steinpilzen, das ist großes internationales Nachspeisen-Kino, und für all jene, die dann immer noch nicht genug haben, gibt’s die Apfeltarte, vollkommen ohne Zucker, mit dem vielleicht besten Vanilleeis der Welt. Auch für Innovation im Glas ist gesorgt. Und es muss nicht immer Orange oder Vin Naturel sein, auch die Klassik ist auf der Weinkarte in Hülle und Fülle vorhanden. Der Taubenkobel bleibt auch 2022 ein Seelenort für Alltagsflüchtlinge.