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Weyerhof

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Weyer 9 - 5733 Bramberg am Wildkogel
T.: 43-6566-72 38
info@weyerhof.at
www.weyerhof.at
Küchenzeiten: Do.–Mo. 11.30–14, 17.30–21
Inhaber: Franz Meilinger
Küchenchefs: Franz Meilinger, Andreas Stotter
Sommelier: Severin Unterweger
Sitzplätze: 120
Übernachtung
Kreditkarten: Mastercard, Visa, Hobex, Maestro
E-Ladestation
Man könnte glauben, die Krimmler Wasserfälle rauschen zu hören, die Bergwelt der Hohen Tauern vor der Haustüre. Hier befindet sich ein wunderschönes Haus, ein alpines Boutique-Hotel, zu dem ein Wirtshaus gehört – eine Augenweide für Archäologen bäuerlicher Salzburger Innenarchitektur von anno dazumal: gedrechselte Säulen, Butzenscheibenfenster, Intarsien in den Möbeln, obligater Kachelofen. Im Gegenzug zum geschichtsträchtigen Outfit ist das, was hier geboten wird und wie, voll auf dem Stand der Zeit. Vom Küchenteam lässig und souverän präsentiert, bekommt man es hier mit einer regionalen Küche zu tun, farbenfroh, modern, einfallsreich, wie es sich der Gast wünscht, der in dieser Gegend einkehrt. Dabei teilt sich das Angebot in ein mehrgängiges Menü und in eine mehr dem Wirtshausthema gewidmete Karte. Was beide eint, sind die Qualität der Zutaten und das beträchtliche handwerkliche Können der Küche. Safranschaum (Safran aus dem Pinzgau) kommt mit Zucchini und Marillen, schmeckt gut, sieht auch gut aus. Eine Sauce aus gerösteten Zwiebeln begleitet den Käsebruch, dazu Kapuzinerkresse und Kohlrabi. Auch der nächste Teller ist grün, im Look wie im Geschmack: Artischocke mit frittiertem Grünkohl, Artischockensauce und Grünkohlöl, darunter noch ein Pesto aus Grünkohl. Pilze, wie man sie auf dem Markt nicht findet, dafür aber in den Wäldern der Gegend – Buchenrasling und Schopftintling –, kommen mit einem Pilzsud mit leichter Säure. Zum Saibling gibt es Spitzkraut und eine Sauerkrautsauce. Zur in Heusalz gebackenen Zwiebel kommen eine Kartoffelcreme und gebratene Eierschwammerln. Was man nicht alle Tage bekommt: gebratener Ziegenkitzrücken, gefüllte Zwetschke, Eierschwammerln, Powidl mit schwarzem Knoblauch, Stangensellerie. Zum Abschluss kann man sich hier nichts Besseres wünschen als Moosbeerenschmarren, dieser aber ist „dekonstruiert“, also Sauerrahmeis auf Kwasflocken, darunter Kwascreme und Moosbeerenmus. Für unser Gefühl noch im Aufbau: das Weinangebot.
Andreas Stotter & Franz Meilinger, © Christof Wagner