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Wirtshaus Steirereck

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Küchenzeiten: Do.–Sa. 11.30–22, So. 11.30–21
Inhaber: Familie Reitbauer
Küchenchefs: Heinz Reitbauer, Jürgen Schneider, René Skala, Manuel Weissenböck
Sommelier: Marijan Knezić
Sitzplätze: 120
Übernachtung
Kreditkarten: Mastercard, Visa, Hobex
E-Ladestation
Waren Sie schon länger nicht mehr am Pogusch? Nun, die Reservierungszeiten, vor allem für das Wochenende, sind tatsächlich entmutigend. Doch was hier passiert, ist nicht nur einzigartig, es sollte eigentlich auch jedem als Anschauungsbeispiel dienen, was Unternehmertum leisten kann, wenn man es lässt. Wir reden vom Komplex aus Stallungen, Quartieren für die Mitarbeiter, aber auch exquisiten und ungesehenen Unterkünften für Gäste, einmalig eigentlich. Die Küche selbst unterliegt einem ständigen Wandel, ist sich selbst aber treu geblieben. Sprich: Das Bratl vom Schweinebauch, dessentwegen viele Gäste den Weg nach Turnau unternehmen, gibt es ebenso wie Klachlsuppe, Kernöleierspeis mit Pilzen, das Backhendl, das Beef Tatar oder die sündhaft gute Mousse au Chocolat – und jedes Gericht ist mit Präzision und Liebe gefertigt, weil routinemäßige Schlamperei bei Reitbauers Hausverbot hat. Jeder der vier Tage, an denen das Haus geöffnet hat, ist, auch das nicht neu, einem Thema gewidmet: Innereien, Fisch, Kalb und Lamm. Man gönne sich Lammnieren mit Schalotten, Pfefferbirnen und Kräutern, eine ganze Kalbsniere mit Kresse-Erdäpfeln und erfreue sich zwischendurch an auf Salz gegarter Roter Rübe mit Bittersalaten und im Haus produziertem Rohmilchrahm, Letzterer ein Erlebnis, unvergleichlich. Das Lammtatar mit Kürbis, Grazer Krauthäuptel, Hanf und Sauerklee ist besonders gut, der gefüllte Krautkopf ein Signature Dish der neuen ­Reitbauer-Schule. Seit Kurzem wachsen am Pogusch Fingerlimetten, diese gibt es zum Waller, gemeinsam mit Goldhirse und Bohnenkraut. Graumohnstrudel mit frisch-säuerlicher Marillen-Sanddorn-Sauce macht das Mahl perfekt. Der letzte Schluck noch (Wein, Bier, alkoholfrei – für alles gibt es die passende Idee und Flasche), und danach kann man gemütlich ins Tal hinunterrollen.
Wirtshaus Steirereck, © Kathrin Stukard