Schäumende Träume

Ganz im Zeichen der fröhlich perlenden Weine steht dieses Heft. Die allerbesten

Schäumende Träume

sind nicht billig, aber 90 Punkte sind bereits um sechs Euro(!) zu haben.
Text von Michael Prónay Foto: Buenos Dias
Die Festtage rücken gnadenlos näher und damit das Geschäft mit dem sprudelnden Wein. Auskünften aus dem Lebensmittelhandel zufolge werden 60% des Jahresumsatzes der Sektindustrie in den Monaten November und Dezember erzielt. Grund also, uns bei den Importeuren der sprudelnden Weine umzusehen.
Die Ausschreibung war klar: ausländische Sekte, also voll sprudelnde Weine, keine Perlweine (Frizzante & Co.). Gesetzlich ist die Definition EU-weit klar: Sekt sprudelt mit mindestens 3 bar Kohlendioxid-Überdruck, Perlweine mit maximal 2,5 bar. Wozu die komische Grauzone zwischen 2,5 und 3 bar gut sein soll – was dort liegt, ist theoretisch nicht verkehrsfähig –, konnte uns allerdings noch nie jemand erklären. Vielleicht diente sie dazu, den (nicht steuerpflichtigen) Perlwein vom (schaumweinsteuerpflichtigen) Sekt besser abzugrenzen. Da aber nunmehr (mit Ende März 2005) die Sektsteuer sowieso ersatzlos entfällt, könnte man den Perlwein ruhig bis 3 bar freigeben.
Wir haben alle uns bekannten Importeure angeschrieben und um Muster gebeten. 63 Weine sind’s geworden, fast die Hälfte davon, deren 29, kam aus Italien, 12 davon aus der Prosecco-Traube, 8 aus der Topregion Franciacorta. Frankreich entsandte 18 Champagner und 4 Mousseux, Spanien 8 Cavas, Makedonien zwei höchst bemerkenswerte Weine, je 1 Sekt kam aus Portugal und Chile, wobei Letzterer eine mit Erdbeermark versetzte, dennoch aber höchst vergnüglich zu degustierende Kuriosität darstellte.
Dass die Champagne vorne landen würde, war klar, und auch, dass Italiens beste Sektregion, Franciacorta, ihre Visitenkarte eindrücklich abgeben würde. Der absolute Preis-Leistungs-Sieger hingegen war der Cava von Alsina & Sardà: Etwas über 6 Euro für 90 Punkte hatten wir schon lange nicht mehr. Dahinter tummeln sich die Proseccos, die als Gruppe in der Sparte "value for money" beeindruckten.
Die gedeckte Verkostung fand in Perkals Weinmarkt (1030 Wien) statt, es degustierten Dietmar Bruckner (Weinredakteur a3-Gast), Helmut Buchner (Chef-Sommelier, Restaurant "Korso"), Barbara Frommlet (Sommelière, "Steirereck"), Luzia Schrampf (Weinredakteurin, Der Standard) und der Autor.
Sekt ist definitionsgemäß fertig vergorener Wein, dem man danach ein Zucker-Hefe-Gemisch zusetzt, um eine zweite Gärung auszulösen. Das Ganze geschieht allerdings in einem druckdichten Behälter, sodass das CO2 nicht entweichen kann. Ist dieser druckdichte Behälter die Flasche, spricht man von Flaschengärung, ist’s ein Tank, von Tanksekt.
Ganze Bücher und Streitschriften wurden zum Thema geschrieben, welche Produktionsmethode die bessere wäre. Selbstverständlich meinen die Champagnerproduzenten (denen die Tankmethode untersagt ist), dass einzig die Flaschengärung zu hochwertigen Ergebnissen führen kann. Ebenso selbstverständlich sagt die deutsche Weinwissenschaft, dass in Sachen chemischer Reaktionen zwischen einem kleinen und einem großen Behälter kein Unterschied bestehen kann, sofern diese neutral sind (was in beiden Fällen zutrifft).
Wir halten diesen Streit für reichlich überflüssig. Tatsache ist, dass Winzer, die Champagner, Franciacorta, Talento oder Cava herstellen, nach der Champagnermethode arbeiten müssen. Ebenso klar ist, dass Asti (= "Asti Spumante") überhaupt anders hergestellt wird. Da wird der unvergorene Most auf 0 °C gekühlt (und bis zu 18 Monate gelagert), dann langsam auf 18 °C erwärmt und mit Hefe geimpft. Er gärt im Drucktank mit offenen Ventilen. Erreicht der Alkohol 5%, werden die Ventile geschlossen, der Wein gärt bis 7% Alkohol weiter, das CO2 bleibt im Wein. Die Gärung wird durch Kühlung abgestoppt und der Asti unter Gegendruck filtriert und auf Flaschen gefüllt. Wiederum anders ist der Zugang zum schäumenden Tophit des letzten Jahrzehnts, Prosecco. Letzteres ist übrigens die weiße Rebsorte, aus der stiller, perlender oder schäumender Wein erzeugt werden kann und mitnichten Synonym für Frizzante. Prosecco schmeckt zwei Monate nach der Abfüllung am besten, nach einem halben Jahr in der Flasche beginnt er abzubauen. Prosecco frizzante und spumante werden daher nie nach traditioneller Methode, sondern immer im Drucktank versektet und nach Verkaufsbedarf gefüllt.
Womit wir bei der nächsten kontroversen Frage wären: Kann und soll man Sekt lagern, und wenn ja, wie und wie lang? Die Antwort ist ein solides Jein. Zwischen einem Prosecco spumante, der tunlichst so bald wie möglich getrunken sein sollte, und einem Veuve Clicquot des Jahrgangs 1996, dem der Kellermeister "mindestens 25 bis 30 Jahre" ab heute gibt, liegt die ganze Welt des sprudelnden Weins in einem Kontinuum.
Faustregeln gibt es wenige. Eine besagt: zuerst kosten, dann entscheiden. Die zweite: Man kaufe Sekt tunlichst dort, wo ein rascher Umschlag gewährleistet ist. Zum dritten: Jeder Sekt liebt sehr kühle Lagerung (10 °C) und neigt bei wärmeren Temperaturen recht rasch zu vorschneller Alterung. Ein Jahr Zimmertemperatur reicht, um selbst 1996er Champagner (derzeit der lagerfähigste Jahrgang auf dem Markt) müde und welk erscheinen zu lassen. Importeure wissen das, und gewissenhafte Vertreter der Spezies haben entweder ein gekühltes Lager oder halten die Vorräte so niedrig wie möglich.

Die Verkostung

92 Punkte
Bellavista Cuvée Brut, Franciacorta DOCG, 12,5% (Rieger, EUR 20,40)
Wunderbar zarte, feingliedrige Frucht, dezente Mandeln, seidig und mineralisch, ausgesprochen fein, jetzt à point.
Champagne Jacquesson Cuvée nº 728 Brut, 12% (Schönberger, EUR 22,70)
Jung und doch bereits gereift, frisch geschnittenes Brot; komplex, vielschichtig, erstaunlicher Tiefgang, aber auch das ewige Zwischenspiel zwischen Reife und Frucht, viel Substanz.
Champagne Pommery POP Extra Dry, 12,5% (Good Grape, EUR 25,–) ("POP" steht für "Product of Pommery".)
Vorn kraftvoll und üppig, Nougat und Mannerschnitten, hintendrein pikant, vergleichsweise forsch, aber sehr sauber, straff und nussig, die Süße ist erstaunlich gut integriert.
Champagne Taittinger Brut Réserve, 12% (Wein Wolf, EUR 31,–)
Biskuit und Brioche; vollmundig, herzhafte Textur, sehr fein, das Biskuit ist bilderbuchhaft da, ein klassischer Allroundchampagner, der immer gute Figur macht.
Champagne Gosset Grande Réserve Brut, 12% (Perkals WeinArt, EUR 34,50)
Rauchig-röstig, dabei feingliedrig biskuitig, auch elegant; cremige Textur, nobel und saftig, ausgesprochen fein.
Champagne Pol Roger Brut, 12% (Derksen, ca. EUR 34,90)
Herrliche Nase, reif und wunderschön, tief und dicht, Pol Roger at its best, ein Super-Brut-sans-année.
1996 Champagne Bollinger Grande Année Brut, 12% (Müller, EUR 76,–)
Brotrinde, cremig, ein positiver Madeiratouch; wunderbare Frucht, saftig, herzhaft, nach der Nase reif, am Gaumen jugendlich, ein Kabinettstück.

91 Punkte
Berlucchi Cuvée Impériale Brut Metodo Classico, Franciacorta DOCG, 12,5% (Interspar, EUR 17,99)
Wunderbar sanfter, feiner Fruchtbiss, viel Spiel, wunderschön klar und sauber.
1997 Le Marchesine Brut Millesimato, Franciacorta DOCG, 12,5% (Weinphilo, EUR 25,50)
Funkelndes Gold; Haselnuss und Grapefruit, cremig und saftig, sauberer Fruchtbiss, wunderbar elegant.
Champagne Fleury Brut, 12,5% (Vinothek St. Stephan, EUR 28,–)
Apfelig, schöne Frucht, guter Kontrast zwischen Säure und Substanz, saftig und wunderbar fein.
Champagne Pommery Blanc de Moirs "Wintertime", 12,5% (Good Grape, EUR 30,–)
Wunderbar dichte, kraftvolle Frucht, verwoben, saftig und klar; wunderschön dicht und klassisch, dazu Haselnuss, herrliche Dichte, individueller großer Wein.
Bellavista Cuvée Rosé Brut, Franciacorta DOCG, 12,5% (Rieger, EUR 34,80)
Helles Rosé; viel stoffiger Unterbau, feine Beeren, schöner Unterbau, sehr harmonisch, witzige Würze.
Champagner Taittinger Prestige Rosé Brut, 12% (Wein Wolf, EUR 35,–)
Leicht dekadentes, reifes Rosé; zarte Erdbeerfrucht; weich, fast mollig, dabei wunderschön fruchtsüß, fein, weich und rund, eckt nirgends an, sauber.

90 Punkte
Cava Alsina & Sardà Brut, 12% (La Taverna, ab EUR 6,04)
Feine Zitrusnoten, blitzsauber und saftig, feine Biskuitelemente, schöne Balance, Bilderbuchcava.
Talento Rotari Brut, Trento DOC, 12% (Interspar, EUR 7,99)
Dezente Fülle, fein und ausgereift, viel Finesse und Balance, lang und dicht, ein echter Preis-Leistungs-Hit.
Fresita, Viña Manquehue, Chile, 7,9% (Merwald, EUR 7,99) (Sekt mit 3% Erdbeermark)
Dunkelrosé; klare, blitzsaubere Erdbeerfrucht; erstaunlich klar und fruchtsüß, wunderschöne Frucht, ganz erstaunlich gut gelungen, ein Erlebnis.
Torralta Prosecco di Valdobbiadene Brut, 11% (Vinorama, EUR 8,80)
Zarte, attraktiv-exotische Fruchtnoten (Maracuja), betont trocken, klar fokussiert, blitzsauber und fein.
Skovin Penlivo (Schaumwein) Dry, Makedonien, 11,5% (Natur4U, EUR 9,–)
Feine Kräuternase, wunderbar samtige kräuterwürzige Frucht, merklich auf der süßeren Seite, aber sehr balanciert und freundlich
Skovin Penlivo (Schaumwein) Semi-Dry, Makedonien, 11,5% (Natur4U, EUR 9,–)
Sehr ähnlich der trockenen Variante mit deutlich mehr Zuckerrest, das Ergebnis ist aber durchaus harmonisch und sehr attraktiv.
Asti DOCG, Bersano, 7% (Piccini, EUR 9,70)
Ein wenig derbe, aber dennoch erkennbare Muskatnase, sehr süß, aber blitzsauber und klar, beweist, dass Asti (der ehemalige "Asti Spumante") sehr, sehr fein sein kann.
Jeio Colmei Extra Dry Prosecco di Valdobbiadene DOC, Bisol, 11,5% (Weinphilo, EUR 9,90)
Wunderbar feine, glockenklare Golden-Delicious-Frucht, sehr delikat und harmonisch, die Süße ist gut eingebunden und stört nicht.
Villa Sandi Prosecco di Valdobbiadene DOC, 11,5% (Good Grape, EUR 10,–)
Klare, blitzsaubere, apfelfrische Frucht, ausgesprochen süffiger Bilderbuchprosecco.
Cava Albet i Noia Brut Nature Reserva, 12% (Divino, EUR 13,–)
Überaus floral, blütenduftig, ausgesprochen animierend, keine Spur von strenger Trockenheit, sehr schöne Balance.
Ferrari Talento Brut, Trento DOC 12% (Vinorama, EUR 18,40)
Würzige, klassische Frucht, blitzsauber und balanciert, klassisch konturierter Sekt nach traditioneller Methode.
1996 Il Bosco Millesimato Brut, Oltrepò Pavese DOC, 12% (Ammersin, EUR 18,60)
Kräftiges Gelb; hefig und schon zarte Furchen zeigend; cremiges Mousseux, angenehme Biskuitnoten im Abgang, jetzt gut zu trinken.
2000 Cava Albet i Noia Barrica 21 Brut (Agricultura Ecològica), 12% (Divino, EUR 24,–)
Feine, komplexe, reife Frucht, dezente Zitruszestennoten, nervig und erstaunlich lang, fein.
Champagne Gosset Brut Excellence, 12% (Perkals WeinArt, EUR 28,50)
Feine, reife, etwas vordergründige Nase, knackiger Biss, am Gaumen herzhafter Biss, im Gegensatz zur Nase fast noch jugendlich.
Champagne Moët & Chandon Brut Impérial, 12% (Guggenthaler, EUR 29,99)
Dezente, klare, aber auch hintergründig kraftvolle Nase; sehr dezente Fruchtaromatik, dazu ein Hauch von Mandeln, unauffällig, dabei aber trotzdem präsent und tief, schöner Säurebiss im Ausklang, sehr animierend.
Bellavista "Pas Opéré" Gran Cuvée Brut, Franciacorta DOCG, 12,5% (Rieger, EUR 34,80)
Feiner Stoff, dezente Zitrusnoten, schlank, aber mit gutem Profil, Hauch von Mandarinen, saftig und fein, hinten ganz leicht spröd.
Bellavista "Pas Opéré" Gran Cuvée Brut Satèn, Franciacorta DOCG, 12,5% (Rieger, EUR 34,80)
Verhalten im Duft; am Gaumen cremig, zeigt viel Frucht, sehr modern und zugänglich (aber nicht ganz billig)
1995 Champagne Jacquesson Fils Avize Grand Cru, 12% (Schönberger, EUR 36,–)
Komplexe, reife, füllige Biskuitnase; feine, zarte, reife Frucht, schöne Balance, jetzt auf dem Höhepunkt und mit Vergnügen zu trinken.
Champagne Moët & Chandon Brut Impérial Rosé, 12% (Guggenthaler, EUR 39,99)
Leuchtendes Hellrosa; zarte Nase mit dezenten Hefe- und Erdbeernoten; feine Säurepräsenz, sehr erfrischend, sehr harmonische Frucht, blitzsauber, ideal balancierter Sommerchampagner.

89 Punkte
1998 Champagne Gosset Célébris Brut Rosé,12% (Perkals WeinArt, EUR 98,–)
Orangefarben, dezente Erdbeerfrucht und sogar ein Hauch von Portweinnase; gute Statur, zarte Zitruselemente, vielschichtig, lang und ausgesprochen elegant.
Cava Segua Viudas Brut Reserva, 11,5% (Vinorama, EUR 8,40)
Schöne Biskuitnoten bei lebendiger Säure, knackig und frisch, sehr animierend.
Bellussi Prosecco di Valdobbiadene Spumante Extra Dry DOC, 11% (Rieger, EUR 8,50)
Zarte, frische Apfelnote im Duft und am Gaumen, zarter, sehr animierender Wein.
2003 Col Vetoraz Prosecco di Valdobbiadene DOC Spumante Millesimato Dry, 11,5% (Sengthaler, EUR 9,70)
(Prosecco muss ganz jung getrunken werden, die zusätzliche Jahrgangsangabe ist also nur ein Marketinggag.) Noch ein wenig hefig (was aber nicht stört), delikat, merklich in die süßliche Richtung gehend.
Carpenè Malvolti extra trocken Prosecco di Conegliano DOC, 11% (Piccini, EUR 10,50)
Zarte Apfelfrucht und feine Süße, mineralisch, süffig, leicht und elegant.
Sergio "MO", Mionetto di Valdobbiadene, 11% (Müller, EUR 13,–)
Floral und animierend, ganz trocken (was ihm gut steht) und blitzsauber – und die mit Abstand beeindruckendste Flaschenform der Verkostung (mit Google im Internet nach "sergio mo" suchen, der zweite Treffer ist es).
Champagne Baron Albert, 12% (Vergeiner, EUR 22,10)
Saftige Apfel-Zitrus-Elemente, süffig und mollig (könnte eine Spur weniger Dosage vertragen).

88 Punkte
Crede Brut Prosecco di Valdobbiadene DOC, Bisol, 11,5% (Weinphilo)
Schlank im Körper bei straffer Textur, gehört (in dieser Flaschenform) jetzt getrunken.
Nani Rizzi Brut Prosecco di Valdobbiadene DOC, Denis Spagnol, 11,5% (Sengthaler, EUR 7,80)
Zart rauchige, apfelwürzige Frucht, mineralisch, mit dezenter Süße ausklingend.
Kriter Blanc de Blancs Mousseux Brut, 11,5% (Vinorama, EUR 8,40)
Reife Frucht, klar und straff, sehr säurebetont, der Fruchtcharme versteckt sich ein wenig zu sehr.
Col Vetoraz Prosecco di Valdobbiadene DOC Spumante Brut, 11,5% (Sengthaler, EUR 9,–)
Fast rauchige Apfel-Mandel-Frucht, straffer Biss, knackig-fest, sehr ordentlich.
Vigna del Cuc Prosecco di Conegliano-Valdobbiadene Brut DOC, Martino Zanetti, 11,5% (Vergeiner, EUR 9,70)
Feine Würze, dezente Zitrusnoten;kompromisslos trocken und straff, möglicherweise der am geringsten dosierte Prosecco von allen.
Louis Chavie French Shiraz Red Sparkling Wine Dry, Beaune, 12,8% (Sedlak, EUR 9,90)
Ungewöhnliche, nicht wirklich attraktive Rotweinnase; sehr süß, für unsere Breiten sehr ungewöhnlich, wenn auch – für gewisse Zielgruppen – durchaus attraktiv.
Cava Nadal Brut, 12% (Vinothek St. Stephan, EUR 10,50)
Reif und gleichzeitig straff und fest, ein wenig sperrig ausklingend, aber dennoch ausgesprochen erfrischend.
Bracchetto d’Aqui DOCG, Bersano, 7% (Piccini, EUR 15,50)
Eigenwillig erdbeerig, aber auch schon ein wenig ins Oxidative gehend; sehr süß, sehr eigenwillig, eine lokale Spezialität.

87 Punkte
Cava Alsina & Sardà semi seco, 11,5% (La Taverna, ab EUR 6,–)
Reife, weiche, schon merklich morbide, süße Orangenzestenfrucht; auch am Gaumen sehr süß, eine Stilistik, die nicht jedermanns Sache ist.
Prosecco Special Cuvée Brut, Zonin, 11% (Ammersin, EUR 6,68)
Salzig-mineralisch, süffig und ordentlich, wenn auch ein wenig kurz im Abgang.
Cava Can Vedrell Brut Reserva, Albet i Noia, 12% (Divino, EUR 8,90)
Ein wenig diffus in der Aromatik, nicht ganz klar, am Gaumen kernig und ein wenig rustikal.
Cava Marrugat Brut, Bodegas Pinord, 11,5% (La Taverna, ab EUR 9,–)
Schon recht gereift wirkend, Brotrinde und Apfelschalen deuten auf beginnende Oxidation, am Gaumen knochentrocken, der Charme fehlt ein wenig.
Quinta do Vale do Mogo Espumante Bruto, Portugal, 12,5% (Bruckner, EUR 12,84)
Eher einfach gestrickt, ein wenig oberflächlich, forsche Zitrusfrucht, etwas rustikal.
Le Marchesine Brut, Franciacorta DOCG, 12,5% (Weinphilo, EUR 18,50)
Wunderbar klare, feine Frucht, viel Saft und Schmalz; wird immer breiter, dabei aggressiv, hart, ziemlich unausgeworgen.
2000 Le Marchesine Rosé, Franciacorta DOCG, 12,5% (Weinphilo, EUR 21,50)
Kupferfarben; reif und gleichzeitig süßlich, ruhige Rotbeeren, schon ein wenig gefurcht, aber sauber und klar.
Champagne André Robert Cuvée de Réserve Grand Cru Blanc de Blancs, 12%
(Vinothek St. Stephan, EUR 28,–)
Ein Hauch von Bouillon, sehr straff und kernig, sehr präsent, lässt aber ein wenig den Charme vermissen.
Champagne Bollinger Spécial Cuvée Brut, 12% (Müller, EUR 39,90)
Sehr Bollinger-typische Apfelschalentöne, zart oxidativ, dezent bittrig ausklingend, ein Champagner für Hardcore-Bollinger-Fans.

86 Punkte
Romeo Lazzarotto Chardonnay Brut, 11,5% (Lazzarotto, EUR 8,20)
Ein wenig rustikal in der reschen Fruchtexpressivität, knackig und trocken im Ausklang.
Chardonnay Mousseux Brut Blanc de Blancs, Louis Changarnier, Beaune, 11,9%
(Sedlak, EUR 8,50)
Einfache Biskuit-Zitrus-Noten, rustikale Färbung, straff.
1997 Carpenè Malvolti Talento Millesimato Brut, 12,5% (Piccini, EUR 14,–)
Sehr jung, laktische Joghurt- und Fru-Fru-Töne, extrem jung, am Gaumen ganz genauso.

85 Punkte
Collalto Extra Dry Prosecco di Conegliano DOC, 11,5% (Barbaro, EUR 8,–)
Blüten und Bazooka-Kaugummi, sonst eher einfach gestrickt und ein wenig rustikal.

84 Punkte
Grandin Mousseux Brut, 11,5% (Derksen, ca. EUR 8,90)
Eher einfach gestrickt in seiner Aromastruktur, ein bisschen neutral und rustikal.
Talento Rotari arte italiano, Trento DOC, 12,5% (Piccini, EUR 12,30)
Eigenwillig, gerüchig, spitzige Säure, wenig harmonisch, wenig Harmonie.

Importeure und Bezugsquellen

Ammersin, 1130 Wien, Tel.: 01/804 42 00-15
Barbaro, 1010 Wien, Tel.: 01/532 15 18
Bruckner, 1090 Wien, Tel.: 0664/435 48 70
Derksen, 2100 Leobendorf (bei Korneuburg), Tel.: 02262/681 42-0
Divino, 4020 Linz, Tel.: 070/66 11 96
Good Grape, 1170 Wien, Tel.: 01/470 56 56
Guggenthaler, 5071 Wals-Siezenheim, Tel.: 0662/669 44-0
Sengthaler, 4880 St. Georgen, Attergau, Tel.: 0664/266 30 77
Interspar – Weinwelt.at, 5020 Salzburg, Tel.: 0662/44 70-27560
La Taverna, 2542 Kottingbrunn, Tel.: 02252/763 79
Lazzarotto, 2384 Breitenfurt, Tel.: 02239/43 32
Merwald, 2424 Zurndorf, Tel.: 02147/221 11
Müller, 8522 Groß St. Florian, Tel.: 03464/215 54
Natur4u, 1030 Wien, Tel.: 0699/19 43 20 54
Perkals WeinArt, 1030 Wien, Tel.: 01/403 03 28
Piccini, 1060 Wien, Tel.: 01/586 33 23
Rieger, 5026 Salzburg, Tel.: 06215/52 35
Schönberger, 8323 St. Marein, Tel.: 03119/28 42
Sedlak, 1010 Wien, Tel.: 0699/17 66 30 68
Vergeiner, 9900 Lienz, Tel.: 04852/66 80-0
Vinorama, 6300 Wörgl, Tel.: 05332/78 55 78
Vinothek St. Stephan, 1010 Wien, Tel.: 01/512 68 58
Wein Wolf, 5020 Salzburg, Tel.: 0662/42 14 64
Weinphilo, 9900 Lienz, Tel.: 04852/612 53