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Jahresbilanz

Für den neuen A la Carte-Weinguide 2018 hat Willi Balanjuk rund 2.500 Weine verkostet.

Foto von Markus Rössle

Es ist Jahr für Jahr eine wahre Sisyphus-Aufgabe, die der A la Carte-Weinchef für den Guide zu bewältigen hat. Eine Verkostung, die auch viel Verantwortung mit sich bringt. Schließlich orientieren sich viele professionelle wie private Einkäufer nach den veröffentlichten Wertungen.

Die Mehrheit der Weine stammt aus den Jahrgängen 2016 und 2015. Eine beachtliche Anzahl von Winzern, vor allem Rotweinproduzenten, bietet auch Reserven und lang ausgebaute Lagenweine aus den Jahr­gängen 2014 und 2013, vereinzelt auch aus 2012. Ein Beweis für die Haltbarkeit und Langlebigkeit der österreichischen Rotweine. Auch beim Weißwein legen Österreichs Winzer mehr Wert darauf, ihre Weine mit mehr Stabilität und reiferen, tieferen Fruchtaromen zu keltern. Nicht nur, dass die expressive Frucht des Weißwein-Jahrgangs 2016 ein wunder­barer Gegenpol zu den vollreifen und gelbfruchtigen 2015ern ist, der Jahrgang 2016 hebt außerdem sowohl den Sortencharakter als auch den Lagencharakter stark hervor.

In Niederösterreich „matchen“ sich die Weinbaugebiete Wachau, Kamptal und Kremstal beim Finale der besten Rieslinge und Grünen Veltliner. Die sensationellen Serien von F.X. Pichler, Rudi Pichler, Prager-Bodenstein und Knoll machen es den anderen Weinbaugebieten heuer schwer, im Wettstreit um die besten Weine des Jahrgangs die Nase vorne zu haben. Innerhalb der Wachau war es vielleicht im Spitzer Graben etwas schwieriger, dennoch sind Hirtzbergers Riesling Singerriedel und der Riesling Bruck von Högl mit die besten Weine des Jahrgangs.

Im Kamptal lautet das Finale Bründlmayer, Jurtschitsch und Schloss Gobelsburg – sowohl beim Grünen Veltliner als auch beim Riesling. Der Heiligenstein ist auch heuer wieder ein Garant für großartige Weine. Alle Winzer, die Trauben aus dieser Spitzenlage keltern, sind empfehlenswert. Das heißt: Allram, Brandl, Eichinger, Hiedler, Hirsch und Topf bitte verkosten.

Im Kremstal ist die Serie von Martin Nigl wieder makellos, und beim Riesling sind die Herausforderer Bertold Salomon, Mantlerhof, Proidl, Buchegger, Stadt Krems und Malat. Beim Grünen Veltliner ist das Match wesentlich umfassender. Neben den obigen Winzern offerieren Martin Moser (Sepp Moser), Dockner, Josef Schmid, Forstreiter, Vorspannhof Mayr, Thiery-Weber und Türk ausgezeichnete Grüne Veltliner.
Der Wagram setzt seinen Erfolgslauf der letzten Jahre fort, und Bernhard Otts Grüner Veltliner Rosenberg und Karl Fritschs Grüner Veltliner Schlossberg sind großartig. Die vielen weiteren Top-Weine der Weingüter Leth, ­Kolkmann, Blauensteiner, Nimmervoll, Direder, Sauerstingl, Schabl und Schuster unterstreichen die Qualitätsdichte im Wagram.

Das Traisental zeigt neben dem Wagram die größte Dynamik an jungen und neuen Weingütern. Markus Huber und Ludwig Neumayer sind eine Bank für höchste Qualitäten. Hauleitner, Brindlmayer, Tom Dockner, Rudi Hofmann, Figl, Thomas Ott, Preiß und Alex Siedler unterstreichen die große Vielfalt und die Qualitätsbreite des Traisentals.

Im Weinviertel sind die „usual suspects“ an der Qualitätsspitze. Ebner-Ebenauer und Ingrid Groiss sind die Herausforderer der Familie Pfaffl. Dazu präsentieren sich heuer Christoph Bauer und das Weingut Dürnberg mit sensationellen Grüner-Veltliner-Versionen. Die Weingüter Rieder, Setzer, Prechtl, Ewald Gruber, Taubenschuss und Zuschmann überzeugen ebenfalls mit ihren Serien.

Im Carnuntum hat sich das Rotwein-Spektrum beim Zweigelt von Rubin Carnuntum bis hin zu den Spitzencuvées verbreitert. Der 2015 Ried ­Rosenberg von Gerhard Markowitsch, der Bärnreiser von Philipp Grassl und die Cuvée Lukas von Lukas Markowitsch dokumentieren die vielschichtige Aromatik, die mit Cuvées aus Zweigelt und Merlot kreiert werden kann. Seit Jahren steigt die Qualität beim Blaufränkischen vom Spitzerberg, und Muhr-van der Niepoort und Trapl keltern großartige Blaufränkische mit eigenständigem Charakter. Neu fällt der Trend zu hochwertigem Rieden-Zweigelt auf. Neben Lukas Markowitsch (Zweigelt Ried Haidacker, Grand-Cru-Sieger) bieten Franz Netzl, Philipp Grassl, Walter Glatzer und Hannes Artner diesen Weintyp an und nun auch Gerhard Markowitsch mit dem Zweigelt Ried Kirchweingarten – ein absolutes ­Zweigelt-Highlight!

In der Thermenregion offeriert der Jahrgang 2015 sowohl beim Rotgipfler als auch beim Zierfandler außergewöhnliche Qualitäten. Der 2016er wirkt etwas lebendiger und wird früher antrinkbar sein. Stadlmann, Reinisch, Alphart, Gebeshuber, Biegler, Krug und Piriwe sind beim Weißwein die Platzhirsche. Beim Rotwein – St. Laurent und ­Pinot noir – matchen sich Reinisch, Aumann, Heinrich Hartl und der Pinot noir [PI] von Piriwe.

Die Top-Winzer der WienWein-Gruppe streben eine Lagenklassifikation an und haben vorerst für Weißweine Erste Lagen definiert. Der Weißburgunder Ried Falkenberg von Rainer Christ ist einer der Weine des Jahrgangs 2015 und der Riesling ­Weißer Marmor von Mayer am Pfarrplatz für 2016. Zahel ist und bleibt ein Herausforderer dieser Gruppierung.

Neusiedlersee DAC setzt den Zweigelt-Gedanken erfolgreich um. Hans Schwarz keltert mit seinem Zweigelt „Schwarz Rot“ einen Wein mit einem eigenständigen Charakter. Beim Blaufränkischen festigen sich die Stile innerhalb Leithaberg DAC und Leithaberg DAC Lage, der Mittelburgenland-DAC-Stil findet im 2015er den idealen Jahrgang, und Eisenberg DAC hat vielleicht die besten Weine seit Bestehen des DAC-Konzepts ­verwirklicht. Beim Chardonnay hat Heinz Velich die Qualität von „Tiglat“ und „Darscho“ noch eleganter gekeltert. Andi Kollwentz hat mit dem Chardonnay „Katerstein“ zu „Tatschler“ und „Gloria“ nochmals einen drauf­gesetzt. Esterházy, Hartl und Altenburger verfeinern ihre Stilistik.

Eine sensationelle Serie hat Paul Achs mit seinen Lagen-Blaufränkischen gekeltert. Es ist ein Vergnügen, die Lagen Ungerberg, Spiegel und Altenberg zu vergleichen und den jeweiligen Lagencharakter nachzuvollziehen. Gernot Heinrich hat mit „Graue Freyheit“ einen großartigen Raw-Wein ­gekeltert, so wie er mit „Gabarinza“ einen eleganten, finessenreichen Rotwein offeriert. In der Prädikatswein-Kategorie liegen Angerhof Tschida, Kracher und Haider Kopf an Kopf. Auch hier verbreitern sich die Stile durch die traditionelle Vinifikation von Heinz Velich, der erst heuer seine 2008er-TBA auf den Markt bringt.

In der Region Leithaberg DAC bietet der Weißwein nach wie vor eine große Bandbreite bei den Burgundersorten. Aber auch der Grüne Veltliner erlebt eine Renaissance. Beim Rotwein präsentiert sich Prielers Blaufränkisch Goldberg 2011 zurzeit in Hochform und unterstreicht das große Potenzial der Rebsorte. Der St. Laurent von Hannes Schuster – bester Rotwein des letzten Jahres – gehört auch heuer wieder zu den besten. Nur diesmal hat der Zagersdorfer St. Laurent gegenüber dem Donnerskirchner die Nase vorn. Kurt Feiler hat mit seinen Ruster Ausbrüchen 2015 wahre Meisterwerke geschaffen.
Im Mittelburgenland steht Roland Velich mit Neckenmarkt und Lutzmannsburg „Alte Reben“ in der Poleposition. Albert Gesellmann, Silvia Heinrich, Tesch, Wellanschitz sowie Josef und Maria Reumann sind großartige Herausforderer. Die Serie von Albert ­Gesellmann mit Chardonnay „G“, „Bela Rex“ und „Opus Eximium“ unterstreicht neben den Blaufränkischen die großartige Leistung des Winzers.

Im Südburgenland hat sich Wachter-Wiesler neben Krutzler als konstanter Spitzenbetrieb etabliert. Heuer kommt Kopfensteiner mit seiner besten Serie aller Zeiten noch dazu.

In der Steiermark haben Hagel und Frost die Mengen des Jahrgangs 2016 negativ beeinflusst. Die Qualitäten der Klassik- und Ortsweine sind aber äußerst positiv zu beurteilen. Die Rieden-Weine des 2015er stellen nach 2011 die Steiermark mit an die Spitze der österreichischen Weißweinproduktion. Sowohl beim Chardonnay, bei dem die Stilistik-Bandbreite der Spitzenbetriebe von Erwin ­Sabathi („Feuerstein“) bis Armin Tement („kühle Chablis-Grand-Cru-Stilistik“) reicht, als auch beim Sauvignon blanc setzt die Steiermark mit 2015 neue Maßstäbe. ­Tement, Sabathi, Sattlerhof, Gross, Polz, LacknerTinnacher, Wohlmuth und Neumeister können sich mit ­allen Sauvignon blancs der Welt messen und werden mit ihren Stilen bestehen.
            

Weinführer A la Carte 2018

Die besten Weine im Paket mit dem A la Carte Restaurant-Führer

ROTWEIN

97 Punkte

2015 Blaufränkisch Ungerberg Paul Achs
2015 Reihburg Eisenberg DAC Reserve Familie Kopfensteiner
2015 Blaufränkisch Alte Reben Lutzmannsburg Moric
2015 Blaufränkisch Alte Reben Neckenmarkt Moric
2015 St. Laurent Zagersdorf Rosi Schuster
2015 Alte Reben Eisenberg DAC Reserve Wachter-Wiesler
2015 BF Ried Weinberg Eisenberg DAC Reserve Wachter-Wiesler

96 Punkte

2015 Blaufränkisch Spiegel Paul Achs
2015 Bela Rex Weingut Gesellmann
2015 Gabarinza Heike & Gernot Heinrich
2015 Perwolff Weingut Krutzler
2015 Ried Rosenberg Gerhard Markowitsch
2013 G Weingut Gesellmann
2013 Jagini Zagersdorf Jagini
2013 Steinzeiler Weingut Kollwentz, Römerhof
2012 Jagini Zagersdorf Jagini
2011 Jagini Zagersdorf Jagini

WEISSWEIN

98 Punkte

2016 Riesling Smaragd Ried Kellerberg Weingut F.X. Pichler
2016 Grüner Veltliner Smaragd Ried Achleithen Rudi Pichler
2016 Riesling Smaragd Ried Achleithen Rudi Pichler
2016 GV Smaragd Ried Achleiten Stockkultur Weingut Prager
2016 Riesling Smaragd Ried Achleiten Weingut Prager
2015 Chardonnay Ried Pössnitzberg Alte Reben G STK Erwin Sabathi
2015 Sauvignon Blanc Ried Zieregg G STK Weingut Tement

97 Punkte
  
2016 RI Ried Zöbinger Heiligenstein Alte Reben Kamptal DAC Reserve 1 ÖTW Weingut Bründlmayer
2016 Riesling Smaragd Ried Singerriedel Franz Hirtzberger
2016 Riesling Smaragd Ried Bruck Josef & Georg Högl
2016 RI Ried Heiligenstein Alte Reben Kamptal DAC Weingut Jurtschitsch
2016 Riesling Smaragd Vinothekfüllung Emmerich Knoll
2016 Riesling Smaragd Ried Hochrain Rudi Pichler

RAW WINES

95 Punkte

2015 Gewürztraminer Orange Weingut Winkler-Hermaden

94 Punkte

2015 Traminer Andreas Gsellmann
2015 Graue Freyheit Heike & Gernot Heinrich
2013 Aero Ploder-Rosenberg

PRÄDIKATSWEINE

97 Punkte

2015 Ruster Ausbruch Gelber Muskateller Kurt Feiler, Weingut Feiler-Artinger
2015 Gelber Muskateller Eiswein Hans Tschida, Angerhof

96 Punkte

2015 Sämling 88 TBA Weingut Haider
2015 Riesling Ried Berg TBA Markus Huber
2015 Riesling Senftenberger TBA Franz Proidl
2013 Chardonnay BA Hans Tschida, Angerhof
2008 Sämling TBA Weingut Velich
2008 Welschriesling TBA Weingut Velich

PRÄDIKATSWEIN

97 Punkte

2015 Ruster Ausbruch Gelber Muskateller Kurt Feiler, Weingut Feiler-Artinger
2015 Gelber Muskateller Eiswein Hans Tschida, Angerhof

96 Punkte

2015 Sämling 88 TBA Weingut Haider
2015 Riesling Ried Berg TBA Markus Huber
2015 Riesling Senftenberger TBA Franz Proidl
2013 Chardonnay BA Hans Tschida, Angerhof
2008 Sämling TBA Weingut Velich
2008 Welschriesling TBA Weingut Velich

SCHAUMWEIN

94 Punkte

2013 Brut Reserve Weingut und Sektmanufaktur Hannes Harkamp
2012 Gols Prestige Brut Sektkellerei Gebrüder Szigeti

93 Punkte

2015 Burgunder Sekt Karl Steininger
2015 Cabernet Sauvignon Rosé Sekt Karl Steininger
2015 Riesling Sekt Karl Steininger
2015 Traminer Sekt Karl Steininger
2013 Zero Dosage Weingut und Sektmanufaktur Hannes Harkamp
2013 Brut Reserve Malat Weingut
2013 Dom Rosé Brut T.FX.T. Schlumberger Wein- und Sektkellerei
2013 Traminer Brut Söllneräcker Sektkellerei Gebrüder Szigeti
2012 Dom Rosé Brut T.FX.T. Schlumberger Wein- und Sektkellerei